THINKTANK III

THINKTANK III

Muss der Staat alles selbst machen? Neue Betreiber- und Geschäftsmodelle zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft

2. Dezember
15:00 –16:15

THINKTANK III

Muss der Staat alles selbst machen? Neue Betreiber- und Geschäftsmodelle zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft

Welche Teile einer öffentlichen Leistung muss der Staat selbst erbringen – und wo könnte er leistungsfähiger werden, wenn er andere mit der Umsetzung beauftragt? Diese Frage lässt sich weder mit einem grundsätzlichen Vorrang öffentlicher Eigenproduktion noch mit einem pauschalen Vertrauen in private Anbieter beantworten. Entscheidend ist, welches Modell unter welchen Bedingungen dauerhaft funktioniert.

Der Think Tank vergleicht öffentliche, private und kooperative Betreibermodelle nach denselben Maßstäben: Leistungsqualität, Gesamtkosten, Innovationsfähigkeit, Zugänglichkeit und wirksame öffentliche Kontrolle. Dabei geht es ausdrücklich auch um wirtschaftliche Anreize. Wofür wird ein Betreiber bezahlt: für bereitgestellte Kapazität, tatsächliche Nutzung oder nachgewiesene Verbesserungen? Wann lohnt es sich, Aufwand und Komplexität zu reduzieren? Und wie lässt sich verhindern, dass wirtschaftliche Optimierung zulasten schwieriger Fälle oder langfristiger Qualität geht?

Zwei bis drei Denkanstöße stellen unterschiedliche Modelle und ihre jeweiligen Voraussetzungen zur Diskussion. Die Teilnehmenden prüfen, wie Aufgaben, Risiken, Finanzierung und Entscheidungsmöglichkeiten verteilt werden müssten – und welche Steuerungskompetenz unabhängig vom gewählten Modell beim Staat verbleiben muss.

Ziel ist keine allgemeine Entscheidung für oder gegen Privatisierung. Erarbeitet werden sollen Kriterien dafür, welches Betreibermodell zu welcher Leistung passt und welche Bedingungen öffentliche Auftraggeber und Betreiber dafür verbindlich erfüllen müssten.