5. ZuKo-THINKTANK

Der ZuKo-THINKTANK ergänzt den großen Zukunftskongress um einen intensiven Arbeitstag im kleinen Kreis. Rund 100 Teilnehmende diskutieren auf Augenhöhe, welche Bedingungen Staatsmodernisierung in der Praxis braucht. Kurze, kontrastierende Meinungsimpulse, eine aktive Gesprächsleitung und die Chatham House Rule bilden den Rahmen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Beteiligten, die Prüfung unterschiedlicher Lösungswege und konkrete Schlussfolgerungen für die eigene Arbeit.

Der Staat braucht ein Geschäftsmodell

Neue Steuerungs-, Finanzierungs- und Betreibermodelle für einen handlungsfähigen Staat

Liebe Community des Zukunftskongresses,

wer entscheidet, wer finanziert, wer liefert – und wer übernimmt dauerhaft Verantwortung? Darum geht es beim 5. ZuKo-THINKTANK am 2. Dezember 2026 unter dem Leitgedanken „Der Staat braucht ein Geschäftsmodell“.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen, nicht die Bestätigung des Bestehenden. Deshalb hinterfragen wir institutionelle Interessen ebenso wie politische Vorhaben und die Leistungsversprechen öffentlicher und privater Anbieter.

Rund 100 Teilnehmende diskutieren auf Augenhöhe – in Kreisen statt in der üblichen Trennung von Podium und Publikum. Zwei bis drei kurze Meinungsimpulse eröffnen jede Session. Anschließend gehört das Gespräch allen: Eine fachlich vorbereitete Gesprächsleitung fragt nach, verbindet Erfahrungen und arbeitet Widersprüche heraus.

Die Chatham House Rule schafft Raum für Offenheit: Erkenntnisse dürfen weiterverwendet werden, die Identität und Zugehörigkeit der Beteiligten bleiben geschützt.

Unser Ziel sind konkrete Schlussfolgerungen: Was lässt sich anders organisieren? Welche Entscheidungen fehlen? Und unter welchen Bedingungen funktionieren die diskutierten Lösungen tatsächlich?

Bringen Sie Ihre Erfahrungen, Ihre Fragen und Ihren Widerspruch mit. Ich freue mich auf die Diskussion.

Ihr
Oliver Lorenz
CEO Wegweiser

In Zusammenarbeit mit

Das Programm ist "work in progress"; Änderungen vorbehalten.

Es gilt die Chatham House Rule.

09:30
10:45
2. Dezember
09:30 –10:45

Wirkung, die Entscheidungen verändert – Was muss sich durch Staatsmodernisierung tatsächlich verändern?

Zur Eröffnung wird ein kritischer Blick auf die Frage geworfen: Was heißt eigentlich Wirkungsorientierung? Wirkungsorientierung ist zu einem zentralen Begriff der aktuellen Modernisierungsdebatte geworden. Das ist ein wichtiger Fortschritt. Doch Wirkung darf nicht zu einem zusätzlichen Berichtssystem neben bestehenden Projekt- und Haushaltsstrukturen werden.

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10:45
11:15
11:15
12:30
2. Dezember
11:15 –12:30

Der blinde Fleck: Wer „besitzt“ die Leistung nach dem Projekt?

Viele Modernisierungsvorhaben werden als Projekte geplant: mit einem Anfang, einem Budget, Meilensteinen und einem formalen Abschluss. Öffentliche Leistungen benötigen jedoch einen dauerhaften Eigentümer, ein Betriebsbudget, Produktverantwortung und eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Dieser Think Tank untersucht den häufig schwierigsten Übergang: Wie wird aus einem erfolgreichen Projekt eine dauerhaft funktionierende öffentliche Leistung?

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13:30
14:45
2. Dezember
13:30 –14:45

Föderalismus ohne Verantwortungsflucht: Wie Bund, Länder und Kommunen gemeinsam produzieren statt nur gemeinsam beraten

Mit dem BMDS, dem IT-Planungsrat, der FITKO und den föderalen Digitalstrategien bestehen neue Voraussetzungen für eine verbindlichere Zusammenarbeit. Die entscheidende Frage lautet nun, ob daraus ein belastbares Produktionsmodell für öffentliche Leistungen entsteht. Der Thinktank betrachtet den Föderalismus nicht als abstrakte Staatsordnung, sondern als operative Lieferstruktur.

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14:45
15:00
15:00
16:15
2. Dezember
15:00 –16:15

Muss der Staat alles selbst machen? Neue Betreiber- und Geschäftsmodelle zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft

Ein handlungsfähiger Staat muss nicht jede Leistung selbst produzieren. Er muss aber gewährleisten, dass öffentliche Leistungen rechtmäßig, sicher, zugänglich und dauerhaft verfügbar sind. Der Think Tank prüft Modelle, die in der bisherigen Verwaltungsdigitalisierung nur selten systematisch diskutiert werden.

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16:15
16:45
16:45
18:00

Souveränität, die funktioniert: Wie der Staat mit den besten Anbietern arbeitet, ohne sich abhängig zu machen

Digitale Souveränität wird häufig mit möglichst umfassender Eigenentwicklung, europäischen Sonderlösungen oder dem Ausschluss internationaler Technologieanbieter verbunden. Dies kann jedoch Innovation verlangsamen, Ressourcen binden und zu technisch schwächeren Parallelentwicklungen führen. Der abschließende Think Tank entwickelt ein anderes Verständnis: Souveränität ist nicht die Fähigkeit, alles selbst zu bauen. Souveränität ist die Fähigkeit, selbst zu entscheiden, zu kontrollieren und zu wechseln.

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18:00
20:00
2. Dezember
18:00 –20:00
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