THINKTANK I

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Der blinde Fleck: Wer „besitzt“ die Leistung nach dem Projekt?

2. Dezember
11:15 –12:30

THINKTANK I

Der blinde Fleck: Wer „besitzt“ die Leistung nach dem Projekt?

Ein bewilligtes Projekt beantwortet noch nicht die Frage, wer eine öffentliche Leistung auf Dauer verantwortet. Wer entscheidet nach dem Start über Verbesserungen? Wer trägt die laufenden Kosten, organisiert Unterstützung und behebt Schwachstellen? Und wer steht dafür ein, dass nicht nur die Technik verfügbar ist, sondern die gesamte Leistung funktioniert?

Dieser Think Tank untersucht, welche Verantwortung bereits vor Projektbeginn verbindlich geklärt werden muss. Dabei ist zwischen politischer und fachlicher Verantwortung, Produktsteuerung und technischem Betrieb zu unterscheiden. Nicht alles muss in einer Organisation liegen. Entscheidend ist jedoch, ob Zuständigkeit, Entscheidungskompetenz, Personal und Finanzierung so zusammenpassen, dass jemand die Leistung tatsächlich steuern kann.

Zwei bis drei Denkanstöße beleuchten den Konflikt zwischen befristeter Projektförderung und dauerhafter Leistungsfähigkeit. An einem vorbereiteten Praxisfall diskutieren die Teilnehmenden, welche Verpflichtungen ein künftiger Leistungsträger übernehmen müsste, welche Befugnisse er dafür benötigt und wie Betrieb und Weiterentwicklung über Förder- und Haushaltsperioden hinweg abgesichert werden könnten.

Angestrebt werden Mindestbedingungen für den Weg vom Projekt in die dauerhafte Leistungserbringung. Dazu gehört auch eine unbequeme Frage: Welche Vorhaben sollten unter den vorgesehenen Bedingungen gar nicht erst begonnen werden – und welche Rahmenbedingungen müssten sich ändern, damit sie tragfähig werden?