5. ZuKo-THINKTANK

Der Staat braucht ein Geschäftsmodell

Neue Steuerungs-, Finanzierungs- und Betreibermodelle für einen handlungsfähigen Staat

Liebe Community des Zukunftskongresses,

die Bundesregierung hat die Notwendigkeit der Staatsmodernisierung erkannt und mit den jüngsten personellen Veränderungen diese noch stärker im Bundeskanzleramt verankert. Dass der künftige Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen auch die föderale Digitalisierungs- und Modernisierungsagenda koordinieren soll, bietet die Chance, politische Steuerung, föderale Abstimmung und praktische Umsetzung enger miteinander zu verzahnen. Entscheidend ist nun, aus der richtigen Analyse tragfähige Strukturen für eine wirksame und dauerhafte Umsetzung zu entwickeln.

Viele Modernisierungsvorhaben kommen zunächst gut voran. Die eigentliche Aufgabe beginnt jedoch beim Übergang vom Projekt in den Regelbetrieb. Zuständigkeiten bleiben ungeklärt, Finanzierungen laufen aus oder es fehlt eine Organisation, die den Betrieb übernimmt und die Lösung kontinuierlich weiterentwickelt. So verlieren selbst gute Ansätze an Wirkung und lassen sich nur schwer in die Fläche bringen.

An diesem Punkt setzt der ZuKo-THINKTANK an. Gemeinsam mit Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft untersuchen wir, wie Verantwortung, Finanzierung und Betrieb von Beginn an verlässlich organisiert werden können. Dabei geht es auch um die Rolle des Staates: Welche Leistungen sollte er selbst erbringen? Und wo erzielt er größere Wirkung, wenn er klare Ziele setzt, Qualität gewährleistet und externe Partner professionell steuert?

Der ZuKo-THINKTANK ist die strategische Arbeitswerkstatt des Zukunftskongresses Staat & Verwaltung. Er greift nicht erneut allgemein die Frage auf, ob der Staat moderner werden muss. Er untersucht, wie aus einem priorisierten Vorhaben eine dauerhaft funktionierende öffentliche Leistung wird – mit klarer Wirkung, klarer Verantwortung und einem tragfähigen Betriebsmodell.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Lorenz

CEO Wegweiser

Das Programm ist "work in progress"; Änderungen vorbehalten.

09:30
10:45

Wirkung, die Entscheidungen verändert – Was muss sich durch Staatsmodernisierung tatsächlich verändern? (AT)

Zur Eröffnung wird ein kritischer Blick auf die Frage geworfen: Was heißt eigentlich Wirkungsorientierung? Wirkungsorientierung ist zu einem zentralen Begriff der aktuellen Modernisierungsdebatte geworden. Das ist ein wichtiger Fortschritt. Doch Wirkung darf nicht zu einem zusätzlichen Berichtssystem neben bestehenden Projekt- und Haushaltsstrukturen werden.

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11:15
12:30
2. Dezember
11:1512:30

Der blinde Fleck: Wer „besitzt“ die Leistung nach dem Projekt? (AT)

Viele Modernisierungsvorhaben werden als Projekte geplant: mit einem Anfang, einem Budget, Meilensteinen und einem formalen Abschluss. Öffentliche Leistungen benötigen jedoch einen dauerhaften Eigentümer, ein Betriebsbudget, Produktverantwortung und eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Dieser Think Tank untersucht den häufig schwierigsten Übergang: Wie wird aus einem erfolgreichen Projekt eine dauerhaft funktionierende öffentliche Leistung?

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13:30
14:45
2. Dezember
13:3014:45

Föderalismus ohne Verantwortungsflucht: Wie Bund, Länder und Kommunen gemeinsam produzieren statt nur gemeinsam beraten (AT)

Mit dem BMDS, dem IT-Planungsrat, der FITKO und den föderalen Digitalstrategien bestehen neue Voraussetzungen für eine verbindlichere Zusammenarbeit. Die entscheidende Frage lautet nun, ob daraus ein belastbares Produktionsmodell für öffentliche Leistungen entsteht. Der Think Tank betrachtet den Föderalismus nicht als abstrakte Staatsordnung, sondern als operative Lieferstruktur.

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15:00
16:15
2. Dezember
15:0016:15

Muss der Staat alles selbst machen? Neue Betreiber- und Geschäftsmodelle zwischen öffentlicher Hand und Wirtschaft (AT)

Ein handlungsfähiger Staat muss nicht jede Leistung selbst produzieren. Er muss aber gewährleisten, dass öffentliche Leistungen rechtmäßig, sicher, zugänglich und dauerhaft verfügbar sind. Der Think Tank prüft Modelle, die in der bisherigen Verwaltungsdigitalisierung nur selten systematisch diskutiert werden

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    16:45
    18:00

    Souveränität, die funktioniert: Wie der Staat mit den besten Anbietern arbeitet, ohne sich abhängig zu machen (AT)

    Digitale Souveränität wird häufig mit möglichst umfassender Eigenentwicklung, europäischen Sonderlösungen oder dem Ausschluss internationaler Technologieanbieter verbunden. Dies kann jedoch Innovation verlangsamen, Ressourcen binden und zu technisch schwächeren Parallelentwicklungen führen. Der abschließende Think Tank entwickelt ein anderes Verständnis: Souveränität ist nicht die Fähigkeit, alles selbst zu bauen. Souveränität ist die Fähigkeit, selbst zu entscheiden, zu kontrollieren und zu wechseln.

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    18:00
    20:00