Programm
Best-Practice-Dialog I. B3
Digital trifft User: Transformation, die ankommt
Setzen Sie mit Adoption, Change Agents, Personas und der Orange Veränderung erfolgreich um.
Tauchen Sie ein in die spannende Welt der digitalen Verwaltung in Niedersachsen! eAkte und eVorgangsbearbeitung sind Grundpfeiler des Handlungsplans zur Transformation von papiergebundenen zu elektronischen Verwaltungsprozessen. In unserem Vortrag stellen wir Ihnen das Schulungskonzept vor, das die Einführung der eAkte für 24.000 Mitarbeiter in der Landesverwaltung Niedersachsen flankiert. Wir zeigen Ihnen, wie ein ganzheitlicher Ansatz aus projektübergreifendem Change Management, Akzeptanzmanagement, Training und Vor-Ort-Unterstützung Hand in Hand geht. Erfahren Sie, wie Change Agents und Floorwalker den Erfolg im Dreiklang von Projekt, Führungskräften und Mitarbeitenden sichern. Und schließlich entdecken Sie die Möglichkeiten von Digital Adoption mit der "Orange", die nicht nur bei der Nutzung der eAkte im Arbeitsalltag Hilfe bietet, sondern auch darüber hinaus neue Chancen eröffnet. Begleiten Sie uns und lassen Sie sich inspirieren!
Best-Practice-Dialog I. B4
Die Standardisierungsagenda des IT-Planungsrats - oder wie wir Struktur und Transparenz in die föderale Standardisierungswelt bringen wollen
Die Standardisierungsagenda strukturiert die föderalen IT-Standards nach dem Lebenszyklus-Ansatz neu und hilft bei deren effizienter Steuerung.
In diesem Best-Practice-Dialog wollen wir besprechen, welchen Einflussgrößen die Standardisierungsagenda dabei ausgesetzt ist und welche Bedarfe Sie als Nutzende sehen.
Die FITKO vermittelt Ihnen einen Überblick über das Zusammenwirken der Standardisierungsagenda mit weiteren Disziplinen des IT-Planungsrats: Föderales IT-Architekturmanagement, Produktmanagement und Portfoliomanagement für die Schwerpunktthemen.
Zudem soll die nötige Transparenz durch den Zugang zu Detailinformationen geschaffen werden. Im Vortrag wollen wir mit Ihnen zu der Ausgestaltung einer zentralen Informationsplattform des IT-Planungsrats für föderale IT-Standards und Ihren konkreten Informationsbedarfen in den Dialog treten.
Best-Practice-Dialog I. B5
Digitalisierung & Nachhaltigkeit in der Stadt Wien – Wiener Gesundheitsverbund als Vorreiter
Die Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit nimmt auch in öffentlichen Institutionen zu. Nachhaltigkeitsinnovationen durch digitale Transformation („Twin Transformation“) spielen dabei eine zentrale Rolle. So muss der Wiener Gesundheitsverbund den Nachhaltigkeits- und Innovationszielen der Stadt Wien gerecht werden, welche mitunter äußerst ambitioniert sind. Dazu werden unter anderem neue und umfangreiche Akzente im Bereich des nachhaltigen Krankenhausbaus in den nächsten Jahren gesetzt – der Gesundheitsverbund nimmt dabei eine Vorreiterrolle in der Stadt ein. Dabei kommen Kriterien zur Anwendung, die zum Teil über die aktuellen Normen hinausgehen, um auch den Anforderungen kommender Jahrzehnte gerecht zu werden. Digitalisierung und die Integration von digitalen Technologien sind dabei einer jener substanziellen Faktoren einer erfolgreichen Nachhaltigkeitstransformation.
Best-Practice-Dialog I. B6
Prozessautomatisierung mit der RPA-Lösung von UiPath in der öffentlichen Verwaltung: Erfahrungen aus zwei Perspektiven – Freie und Hansestadt Hamburg und Dataport
2021 haben sich die Freie und Hansestadt Hamburg und der IT-Dienstleister Dataport gemeinsam auf den Weg gemacht, die Hamburger Verwaltung mittels Robotic Process Automation (RPA) von repetitiven Aufgaben zu befreien. Zwei Jahre später sind bereits zahlreiche Prozesse mittels RPA automatisiert und die Pipeline für weitere Automatisierungen ist gut gefüllt. Neben einem Überblick über unsere bisherigen RPA-Aktivitäten mit Fokus auf Herausforderungen, geben wir im Rahmen des Vortrags auch einen Einblick in die Organisation unserer Zusammenarbeit (Arbeitsteilung, Prozesse, Übergabepunkte etc.) zwischen IT-Dienstleister und Stadt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Ansätzen zur Wiederverwendbarkeit von Bots und der Skalierung von RPA – auch über Bundeslandgrenzen hinweg. Zudem stellen die Referenten ihre weiteren Ideen und Pläne zur Nutzung von RPA in der Verwaltung vor. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für die Umsetzung von RPA in der öffentlichen Verwaltung interessieren und von den Erfahrungen der Freien und Hansestadt Hamburg und Dataport profitieren möchten.
Zukunftsforum I.IV.2
Deutschland und digitale Identität(en): Kommt der Durchbruch mit der EU-Wallet oder früher?
Die Europäische Kommission führt mit der neuen eIDAS-Verordnung (eIDAS 2.0) die EU Digital Identity Wallet (EUDIW) ein: eine Infrastruktur für digitale „Brieftaschen“, die Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen auch grenzüberschreitend nutzen können.
Deutschland bringt sich über das Projekt Digitale Identitäten intensiv in den eIDAS-Prozess ein. Aufsetzend auf dem sicheren und bewährten eID-System werden in dem Kooperationsprojekt mehrerer Ministerien die Komponenten der eID-Infrastruktur weiterentwickelt – insbesondere im Hinblick auf ihre Skalierbarkeit mit dem Ziel, eine ständige hohe Verfügbarkeit der Infrastruktur zu erreichen. Angestrebt wird eine breite Akzeptanz für eine sichere und datenschutzkonforme und datensparsame Ident-Lösung auf Basis des Online-Ausweises, die von Behörden und Unternehmen genutzt wird, in den EU-Mitgliedstaaten nutzbar ist und mit anderen europäischen Lösungen kompatibel ist.
In Vorbereitung auf eIDAS 2.0 werden in dem europäischen Konsortium „PilOTs for EuropeaN digiTal Identity wALlet (POTENTIAL) sechs Anwendungsfälle für die Erprobung einer EUDIW im grenzübergreifenden Alltag entworfen und getestet, zum Beispiel für digitale Behördengänge, für die Kontoeröffnung oder für die Ausleihe eines Mietwagens. Parallel wird ein Architekturprozess für den Prototypen einer nationalen eIDAS 2.0-konformen Referenz-Wallet aufgesetzt; hierzu läuft von Juni bis November 2023 ein Konsultationsprozess auf der Gitlab-Instanz von Open CoDE. Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft werden einbezogen und gestalten die Weiterentwicklung des deutschen eID-Systems mit.
In dem Zukunftsforum wollen wir diese Vorhaben des Projekts Digitale Identitäten aus staatlicher und privatwirtschaftlicher Perspektive erörtern. Auch die Hürden und Risiken der Vorhaben werden dabei in den Blick genommen.
ZuKo Main Stage I.V - Das besondere Gespräch am Abend
Moderner Staat und Demokratie: Eine Debatte über Reformfähigkeit und die Aufgabenverteilung sowie Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen
Der Föderalismus ist das starke "Organisationsmodell" Deutschlands. Seine Stärke sind die Stärken der vielen Regionen mit ihren regionalen Zentren für diverse Wirtschaftsbranchen wie Finanzen, Häfen, Mode, Kultur etc. und nicht zuletzt daraus resultierend die vielen regionalen "hidden champions", die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Was also nach dem zweiten Weltkrieg durchaus mit dem Ziel einer Schwächung der "Zentrale" von den Westalliierten als Voraussetzung für den staatlichen Neubeginn in Westdeutschland als zentraler Baustein der demokratischen Ordnung ausdrücklich aufgezwungen wurde, hat sich als Glücksfall der Geschichte erwiesen. Zusammen mit dem Subsidiaritätsprinzip, wonach nur, wenn die kleinere staatliche Ebene (die Kommune, das Land) eine Aufgabe nicht mehr bewältigen kann, die übergeordnete (der Bund) hilft, ist der Föderalismus auch ein Garant für die "bürgernahe" Politik und Verwaltung. Aber jedes Organisationsmodell muss auf Veränderungen im Markt, der Gesellschaft oder durch neue Technologien reagieren und an seiner Optimierung arbeiten, damit es wettbewerbsfähig bleibt. Nicht zuletzt die vielen Krisen der vergangenen Jahre oder das schleppende Tempo der Digitalisierung lassen daher die Rufe nach notwendigen Staats- und Föderalismusreformen zuletzt wieder häufiger und lauter erschallen. Das Plenum am Abend greift diese Rufe auf und widmet sich dem Thema aus der Sicht von Praktikerinnen und Praktikern wie folgt:
- Was sind derzeit die Stärken und Schwächen im System? Was lässt sich aus den Schwächen für Reformen ableiten?
- Wie könnte die Zusammenarbeit im Föderalismus auch ohne große Reformen verbessert werden?
- Was sind ggf. mittel- und langfristige Reformnotwendigkeiten und wer müsste sie anstoßen? Wird der "Föderalismusdialog im Koalitionsvertrag der Ampel" schon gelebt und ist er der richtige Impuls?
Zukunftswerkstatt II.III.6
Bürger:innenbeteiligung neu denken - die Kokreative Kommune
Kommunen spielen bei der Bewältigung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen eine besondere Rolle, denn in Kommunen spielt sich das Leben der Bürger:innen ab. Notwendige Vorhaben müssen nicht nur bei diesen Menschen ankommen, sondern von ihnen akzeptiert und aktiv unterstützt werden. Dafür braucht es gute Beteiligung.
Eine gute Beteiligung zeichnet sich dadurch aus, dass tatsächlich mit allen gemeinsam an konkreten umsetzbaren Lösungen zu gesellschaftlichen Fragestellungen gearbeitet wird und diese aktiv miteinander umgesetzt werden. Diese Form wird kokreative Beteiligung genannt oder einfach Kokreation.
Kokreation liefert einen neuen Ansatz der Bürger:innenbeteiligung, der vor allem für Kommunen neue Türen öffnet, um nachhaltige Zukunftsstrukturen zu formen. Das zu organisieren und zu unterstützen, ist die Aufgabe von Kommunen und gelingt mit Mut, Engagement und der Freude am Gestalten eines guten Lebens vor Ort. Und mit den Fähigkeiten eine gute Beteiligung zu organisieren! Und wie das geht, darüber sprechen wir.
Best-Practice-Dialog II. E6
Die Perspektive jedes einzelnen Verwaltungsmitarbeitenden zählt: Mit Human-Centered-Process-Design die Arbeitgeberattraktivität und Verwaltungseffizienz steigern
Es reicht nicht aus, für 83 Millionen Bürgerinnen und Bürger Verwaltungsleistungen zu digitalisieren, wenn die 5 Millionen Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung in Deutschland nicht in die Gestaltung genau dieser Leistungen miteinbezogen werden. Eine nachhaltige Verwaltungsdigitalisierung braucht die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger deshalb genauso sehr wie die ihrer Beschäftigten.
Wie die konsequente Ausrichtung der Behördenprozesse entlang der Bedürfnisse aller Mitarbeitenden gelingt und dabei die Effizienz und Arbeitgeberattraktivität der öffentlichen Verwaltung gesteigert werden kann, diskutiert Darius Selke (Sopra Steria) gemeinsam mit der norwegischen Service-Design-Expertin Angelica Braccia (EGGS Design), dem Mitglied der Projektgruppe E-Akte im BVA Christian Pütz, und der Service-Designerin Maria Formisano (DRV Bund).
ZUKO Main Stage Plenum am Abend II
1. Public Leadership Award: Das Finale & Sieger*innenehrung
Wer hat das beste Projekt oder Konzept für herausragende Fortschrittskulturen in der Öffentlichen Verwaltung? Entscheiden Sie mit!
Der Public Leadership Award wird erstmalig im Rahmen des 9. Zukunftskongress Staat & Verwaltung unter der Schirmherrschaft des BMI in Zusammenarbeit mit Kienbaum und Wegweiser verliehen werden. Der Award wird herausragende Fortschrittskulturen in der Öffentlichen Verwaltung prämieren und damit weithin sichtbar machen, als Anerkennung und Anreiz für andere.
Mit dem Ziel, Fortschritt zu fördern, Anreize zu schaffen und Personen, Teams und Abteilungen, die Fortschritt bereits jetzt leben, zu ermutigen, gibt es Auszeichnungen in fünf Kategorien der öffentlichen Verwaltung: Bund, Länder, Kommunen, Justiz und Sozialversicherungen. Die Jury aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft hat die Shortlist gewählt, die sich am Abend dem Voting der Teilnehmer*innen des Zukunftskongress stellt. Voten Sie mit und bestimmen Sie, wer den 1. Public Leadership Award bekommen soll.
Zukunftsforum III.I.2
Souveräne Cloud – quo vadis
Souveräne Cloudangebote werden langsam, aber sicher konkret. In den nächsten Monaten und Jahren werden zunehmend Angebote von nationalen wie globalen Hyperscalern nutzbar werden, auch die souveränen Cloudangebote der ÖV werden konkreter. Worin unterscheiden sich die Angebote? Welche Fragen scheinen gelöst und welche sind noch offen? Wo muss das Angebot und Betriebsmodell auf Anbieterseite noch geschärft und entwickelt werden, wo müssen die Verwaltung und ihre IT-Dienstleister noch Hausaufgaben machen? Eine Bestandsaufnahme und ein Ausblick aus verschiedenen Perspektiven.
Best-Practice-Dialog III. C1
WSP.NRW ALS TEMPOMACHER TRANSFORMIERT GRÜNDUNGSPROZESS: Verwaltungsprozesse für Gründer:innen schnell, digital und nutzenorientiert gestalten
Ziel und praktischer Nutzen des OZG-Gründungsprojekts des Wirtschafts-Service-Portal.NRW (WSP.NRW) ist die Neugestaltung der Verwaltungsprozesse für Gründer:innen. Mit solch integrierter Verwaltungsleistung „Gründung“ transformiert das WSP.NRW den Gründungsprozess konsequent hin zu einer No-Stop-Agency: kundenorientiert, transparent und schnell. Diese Transformation löst den bisher komplexen und langwierigen Gründungsprozess ab. Expert:innen dieser Gesprächsrunde erklären und diskutieren, inwieweit hierbei alle Potenziale im Sinne einer Ende-zu-Ende-Digitalisierung gehoben werden können. Praxisnahe Lösungsvorschläge wie beispielsweise das Portal Gründer:innen in NRW zeigen, wie eine Unternehmensgründung bzw. einen Start in die Selbständigkeit ab dem Jahre 2025 innerhalb von bis zu zehn Tagen ermöglicht. Dreh- und Angelpunkt ist bei diesem Projekt das WSP.NRW als zentrales und digitales Tor für Gründer:innen, welches entsprechend des EfA-Prinzips die Mitnutzung perspektivisch auch in ganz Deutschland ermöglicht. Dies ist ein essenzieller Schritt in Richtung unserer Vision: Wir wollen den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken, Impulse für die Verwaltungsdigitalisierung setzen und neue Standards etablieren – und das über die Digitalisierung des Front-Ends hinaus. Mit dem Gründungsprojekt pilotieren wir die Umsetzung von Once-Only sowie Ende-zu-Ende und setzen damit Trends für die nächste Generation der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland.
III. ZuKo Breaking News
Vorstellung der Ergebnisse des diesjährigen KI-Hackathons
In den letzten beiden Veranstaltungstagen haben die Entwickler:innen an dem von Ihnen ausgewählten Anwendungsfall des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Das Ergebnis ist ein virtueller Assistent zur formlosen Beantragung von Sozialleistungen. In diesem Slot präsentiert das Team die Ergebnisse durch eine Demonstration und gibt Einblicke in das Vorgehen.
Zukunftsforum III.II.1
Digitalisierung in Deutschland: Innovation braucht eine Reiseleitung
Wo bleiben die großen Erfolge, welche die Digitalisierung des Staates so dringend benötigt? Schadet das Narrativ der „großen Erfolge“ vielleicht sogar, weil Digitalisierung immer Stückwerk ist? Klar ist: trotz immenser Investments und vereinzelter Teilsiege verpufft Digitalisierung in der Breite nach wie vor im gefühlten Nichts.
Das Vorhandensein eines Innovation Labs oder einer Innovationseinheit ist dabei leider kein Erfolgsgarant für Organisationen. Woran also fehlt es? Das Zusammenspiel ist der Schlüssel: es braucht ein Operating Model für Innovation, welches Räume definiert, um mutige Entscheidungen zu treffen, und die Struktur gibt, diese Entscheidungen auch umzusetzen.
Was muss die öffentliche Verwaltung beachten, wenn sie digitale Erfolge feiern will?
Zukunftsforum III.II.4
Selbst-Souveräne Identitäten: Die Zukunft der Identitätsverwaltung bei Behörden
Der Einsatz von Selbst-Souveränen Identitäten (SSI) kann Behördenprozesse deutlich effektivieren. Die Basis hierfür legt das Konzept von SSI, das auch durch Privacy-Enhancing Technologies (PET) den Umgang mit Identitäten neu definiert. Mit SSI wird den Bürgern die Kontrolle über ihre digitalen Identitäten und persönlichen Daten ermöglicht, während Behörden von erhöhter Sicherheit, Datenschutz und Effizienz profitieren.
Wie der Einsatz von Selbst-Souveränen Identitäten in Behördenprozessen gelingt und dabei die Effizienz der öffentlichen Verwaltung gesteigert werden kann, diskutiert Thomas Walsch (Sopra Steria) gemeinsam mit dem Managing Director von Public Deutschland Nils Hoffmann und den Sopra Steria Fachexperten Daniel Träder und Joachim Gretenkord.
ZUKO Main Stage III.III Plenum am Nachmittag (Abschluss)
Ausblick 2024: Wie arbeiten wir besser in Bund, Ländern und Kommunen zusammen und beschleunigen die Umsetzung der Verwaltungsdigitalisierung?
Nach 3 arbeitsreichen Tagen fassen wir kurz und prägnant Erkenntnisse und Ergebnisse des 9. Zukunftskongresses Staat & Verwaltung zusammen. Insbesondere stellen wir das Ergebnis unseres KI-Hackathons vor und wir präsentieren Gedanken und Lösungsansätze der Verwaltung der Zukunft von jungen Verwaltungsmitarbeitenden des Barcamp U30. Diese Ergebnisse diskutieren wir im Anschluss mit Expertinnen und Experten.
Plenum - Diskussion der Ergebnisse des Zukunftspanel-Spezial
Nach der Wahl ist vor den großen Reformen? Aufgaben für einen zukunftsfähigen Staat
Der Bruch der Ampelkoalition und die daraus resultierenden vorgezogenen Bundestagswahlen haben deutlich gemacht, dass das Vertrauen großer Teile der Bevölkerung in die Politik – insbesondere aber in die Handlungs- und Leistungsfähigkeit des Staats – gesunken ist. Bereits während des kurzen, aber intensiven Wahlkampf wurden viele politische Themen und Herausforderungen auf die Agenda gesetzt. Ein Bereich, der trotz seiner hohen Relevanz in der öffentlichen Debatte zu kurz kam, war die Staatsmodernisierung und Digitalisierung. Erst mit den Koalitionsverhandlungen erhält dieses zentrale Thema mehr Aufmerksamkeit und spiegelt sich nun entsprechend in den Arbeitsgruppen der beteiligten Parteien für die Koalitionsverhandlungen wider.
Nun liegt es an der neuen Regierung die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um entscheidende Reformen auf den Weg zu bringen und das Vertrauen der Bürger:innen zurückzugewinnen. Doch welche Impulse sind jetzt erforderlich – und vor allem, wie sollten sie umgesetzt werden?
Vor dem Hintergrund der vorgezogenen Bundestagswahlen hat Wegweiser gemeinsam mit Hertie School Centre for Digital Governance das Zukunftspanel-Spezial durchgeführt - eine deutschlandweite Befragung sowohl von Vertreter*innen der Verwaltung sowie aus der Wirtschaft und der Wissenschaft.
Die Studie beleuchtet unter anderem:
die Einschätzung der Parteiprogramme in Bezug auf Themensetzung und Umsetzungskompetenz mit Blick auf Staatsmodernisierung und Digitalisierung
die Bewertung aktueller Reformvorschläge nach Relevanz und Dringlichkeit,
die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung,
den Einsatz von Schlüsseltechnologien zur Modernisierung des Staates.
Die Ergebnisse der Umfrage ermöglichen es zentrale verwaltungspolitische sowie staatliche Impulse für die kommende Regierung abzuleiten, die dabei helfen die oben genannten Fragestellungen zu beantworten.
Eröffnungsplenum I.1
Souverän durch die Zeitenwenden: Wege zwischen Abhängigkeit und Autonomie
Die digitale Welt ist geopolitisches Spannungsfeld. Europa muss digitale Souveränität sichern – ohne sich von globalen Innovationen abzukoppeln.
Im Fokus stehen resiliente Cloud-Infrastrukturen, offene Standards und Open Source als Grundlage eines souveränen „Deutschland-Stacks“. Ziel ist strategische Resilienz statt Abschottung, und faire Wettbewerbsbedingungen im digitalen Raum.
Föderierte Clouds, Edge Computing und Open-Source-Technologien bieten Alternativen zu Plattformmonopolen. Dabei geht es um die Balance zwischen Unabhängigkeit und internationaler Zusammenarbeit.
Diskussionspunkte:
Wie lassen sich digitale Abhängigkeiten reduzieren?
Welche Rolle spielt das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS)?
Können auch internationale Anbieter souveräne Lösungen bieten?
Eröffnungsplenum I.2
Lagebild Cybersicherheit: Digitale Bedrohungslagen in Deutschland
Cybervorfälle betreffen zunehmend zentrale Bereiche von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Angriffe auf kritische Infrastrukturen, Datendiebstahl und Erpressungssoftware sind keine Einzelfälle mehr, sondern Teil einer sich wandelnden Gefährdungslage. In diesem Forum wird aufgezeigt, welche Akteure und Angriffsmuster heute besonders relevant sind – und wie Prävention, Detektion und Reaktion strukturell verbessert werden können.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Rolle souveräner Cloud-Infrastrukturen für eine belastbare IT-Sicherheitsarchitektur. Gefragt sind technische Lösungen, die nicht nur Schutz bieten, sondern auch Kontrolle über Daten und Systeme sichern. Im Fokus stehen außerdem rechtliche Rahmenbedingungen, der Aufbau öffentlicher Schutzkapazitäten und neue Kooperationsmodelle zwischen Verwaltung, Forschung und Industrie.
Diskutiert wird unter anderem:
Welche Bedrohungslagen prägen das aktuelle Cybersicherheitsbild?
Wie tragen souveräne Cloud-Architekturen zur Risikominimierung bei?
Was brauchen öffentliche Einrichtungen und Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur, um wirksam geschützt zu sein?
Eröffnungsplenum I.3
Im besonderen Blickwinkel der neuen Legislatur: Staatsmodernisierung und Digitalisierung
Die neue Legislatur bringt einen Paradigmenwechsel: Mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung wird erstmals ein klarer politischer Auftrag zur Verwaltungsmodernisierung formuliert. Der Koalitionsvertrag verspricht weniger Bürokratie, digitale Souveränität und eine leistungsfähige, bürgernahe Verwaltung.
Im Impuls skizziert unser Keynote Speaker seine persönliche Erwartung: Er fordert mutige Strukturreformen, klare Prioritäten und echten Umsetzungswillen. Nur wenn der Kulturwandel in Behörden gelingt, digitale Infrastruktur gestärkt und Verwaltung konsequent entlastet wird, kann der Staat wieder handlungsfähig und zukunftsfest werden. Der Impuls ist ein Plädoyer für Tempo, Verbindlichkeit – und den politischen Mut, gewohnte Pfade zu verlassen.
Blickwinkel I.3.1
OpenSource als Werkzeug für Unabhängigkeit
Open Source ist im öffentlichen Sektor längst kein Nischenthema mehr – und gewinnt angesichts geopolitischer Spannungen, digitaler Abhängigkeiten und regulatorischer Anforderungen weiter an Relevanz. Der Zugriff auf offen einsehbaren Quellcode, transparente Entwicklungsprozesse und die Möglichkeit zur gemeinschaftlichen Weiterentwicklung versprechen eine tragfähige Grundlage für souveräne digitale Infrastrukturen.
Doch wie unabhängig macht Open Source tatsächlich? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Open Source-Komponenten sicher, nachhaltig und rechtskonform betrieben werden können – insbesondere in kritischen Bereichen wie der öffentlichen IT? Und wie gelingt die Balance zwischen Eigenverantwortung und externem Support?
Diese Session beleuchtet Open Source aus verschiedenen Perspektiven: Verwaltung, Anbieter, Community. Im Fokus stehen dabei strategische, technische und organisatorische Fragen rund um Souveränität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit.
Diskutiert werden u. a. folgende Fragen:
Welche Rolle spielt Open Source für digitale Souveränität – und wo liegen die Grenzen?
Wie kann der öffentliche Sektor Open-Source-Lösungen strategisch auf- und ausbauen?
Welche Herausforderungen entstehen bei Wartung, Sicherheit und langfristigem Betrieb?
Welche rechtlichen und lizenzrechtlichen Aspekte müssen berücksichtigt werden?
Wie gelingt es, durch Open Source innovationsfähig zu bleiben – ohne neue Abhängigkeiten?
Open Source ist kein Allheilmittel – aber ein möglicher Schlüssel für mehr Unabhängigkeit in einer zunehmend konzentrierten digitalen Welt.
Blickwinkel I.3.2
Ein Blick ins Kleingedruckte: Auftragsdatenverarbeitung in souveränen Clouds
Cloud-Lösungen gelten als zentraler Baustein digitaler Souveränität – doch der operative und rechtliche Alltag beginnt dort, wo die Verträge unterschrieben werden. Wer souveräne Cloud-Dienste nutzen will, muss verstehen, was in der Auftragsverarbeitung geregelt werden muss – und wo kritische Fallstricke lauern.
Diese Session beleuchtet die Anforderungen an datenschutzkonforme Vertragsgestaltung nach Art. 28 DSGVO und diskutiert, wie hoheitliche Datenverarbeitung rechtssicher ausgelagert werden kann – ohne Kontrollverlust oder Abhängigkeiten.
Behandelt werden u. a. folgende Themen:
Welche Mindestanforderungen gelten für Auftragsverarbeitungsverträge in souveränen Clouds?
Wie lässt sich die Datenhoheit durch technische und vertragliche Vorkehrungen sichern?
Was bedeutet echte „Souveränität“ im Verhältnis zwischen Auftraggeber und Cloud-Anbieter?
Die Session richtet sich an Fachverantwortliche, die Cloud-Nutzung nicht nur technisch, sondern auch rechtlich und strategisch sicher gestalten wollen.
Blickwinkel I.4.1
Anforderungen an souveräne Cloud Umgebungen unter verschiedenen Blickwinkeln
Was macht eine Cloud souverän – und für wen? Die Anforderungen an souveräne Cloud-Umgebungen unterscheiden sich je nach Perspektive: Verwaltung, IT-Betrieb, Datenschutzaufsicht und Anbieter verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte, wenn es um Sicherheit, Transparenz, Datenhoheit und Rechtskonformität geht.
In dieser Session werden technische, organisatorische und rechtliche Anforderungen aus verschiedenen Rollen beleuchtet. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis für tragfähige, souveräne Cloud-Lösungen zu schaffen – mit Blick auf Architektur, Betriebsmodelle, Auditierbarkeit, Zugriffskontrollen und Vertrauenswürdigkeit.
Zur Diskussion stehen u. a.:
Welche Kriterien definieren eine souveräne Cloud aus Sicht der Verwaltung und von Anwendern aus der Kritischen Infrastruktur?
Welche Anforderungen stellt der Datenschutz an Infrastruktur und Betrieb?
Wie können Anbieter und Nutzer langfristige Souveränität absichern?
Blickwinkel I.4.2
Demo Session: Souveräne GPUs und Edge Computing - Autonomie vor Ort
Neben klassischen Cloud-Komponenten gewinnen souveräne GPUs und Roving Edge Devices zunehmend an Bedeutung – sei es bei sicherheitsrelevanten Behörden oder in industriellen Use Cases, wenn keine Möglichkeit zur Verbindung in ein Rechenzentrum besteht. Bevor wir in konkrete Anwendungen eintauchen, werfen wir zunächst einen Blick auf die technologischen Grundlagen und Möglichkeiten, die bereits heute verfügbar sind.
Abschlussplenum I.5
Welt im Wandel - Wie sicher & souverän können Clouds sein?
Im Abschlussplenum werden die Erkenntnisse des Tages gebündelt: Welche Anforderungen müssen souveräne Clouds heute erfüllen? Was haben Praxisbeispiele, rechtliche Perspektiven und technische Einblicke gezeigt? Und welche offenen Fragen bleiben bestehen?
Im Spiegel globaler Spannungen, wachsender Cyberrisiken und neuer Regulierungsvorhaben diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung:
Wie gelingt der Aufbau vertrauenswürdiger Cloud-Infrastrukturen in einer vernetzten Welt?
Wo liegen Chancen – und wo Grenzen – europäischer oder nationaler Cloud-Modelle?
Was bedeutet „digitale Souveränität“ konkret für die Umsetzung in Verwaltung, Öffentlicher IT und Kritischer Infrastruktur?
Das Plenum lädt zum Rückblick, zur kritischen Reflexion und zur gemeinsamen Standortbestimmung ein – mit Blick nach vorn: Wie kann Europas digitaler Weg zugleich sicher, offen und souverän gestaltet werden?
Check-In, Ankommen, Wiedersehen, Musikalischer Auftakt
10:15 – 10:30 Uhr: Musikalischer Auftakt
Ein stimmungsvoller Start
Der offizielle Beginn unserer Veranstaltung wird umrahmt von einem besonderen musikalischen Highlight: Emily Intsiful eröffnet - begleitet durch eine Gitarre – das Programm mit einem 15-minütigen Live-Set voller Klangvielfalt und Atmosphäre.
I.0 ZuKo-Kuppelsaal - Willkommen & ZuKo-Hackathon
Willkommen zum 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung und ZuKo-Hackathon 2026
Der 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung startet 2026 mit einer Begrüßung und Einordnung. Im Anschluss wird der ZuKo-Hackthon 2026 vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Deloitte entwickelt ein Team aus Fachexpertinnen und -experten im ZuKo-Hackathon für ein Szenario aus dem Verwaltungsalltag in nur zwei Tagen einen KI-Agenten.
Um eine möglichst praxisnahe Herausforderung zu lösen, hatten Kongressteilnehmende im Vorfeld die Möglichkeit, bestehende Problemstellungen zur Bearbeitung einzureichen.
I.I ZuKo Kuppelsaal - Das Auftaktgespräch
Von der Modernisierungsagenda zum gemeinsamen Fitnessprogramm – für einen Staat, der funktioniert
Das Auftaktgespräch markiert den inhaltlichen Einstieg in den Zukunftskongress Staat & Verwaltung 2026 und greift zentrale Leitfragen auf, die Verwaltung, Politik und Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen werden. Im Mittelpunkt steht die Diskussion darüber, wie Deutschland – im Kontext der Modernisierungsagenda des Bundes und der föderalen Modernisierungsagenda – strukturell, technologisch und strategisch neu aufgestellt werden kann, um eine handlungsfähige, digitale Verwaltung zu ermöglichen.
Das Gespräch und die Keynote bilden die gedankliche Klammer für die thematische Vielfalt des Kongresses und schafft eine inhaltliche Brücke zu den diesjährigen Change Makern, die den Kongress durch verschiedene Plenen, Zukunftsforen und Zukunftswerkstätten begleiten.
Best-Practice-Dialog I.A1
Von generischer zu agentischer KI: Perspektiven für den Praxiseinsatz
Künstliche Intelligenz optimiert den Software-Lifecycle nicht nur, sondern definiert ihn von Grund auf neu. Durch den Einsatz autonomer KI-Agenten verändern wir radikal, wie Lösungen konzipiert, gebaut und im laufenden Betrieb gewartet werden. Wer diese neuen Entwicklungsmodelle konsequent nutzt, profitiert von signifikant kürzeren Entwicklungszeiten, höherer Qualität und schafft mehr Raum für echte Innovation. Der KI-native Lifecycle ist kein Zukunftsbild mehr, sondern der neue Standard.
Best-Practice-Dialog I.A2
Digitale Souveränität & Datenresilienz - Strategien für eine sichere Zukunft
Beides sind zentrale Voraussetzungen für eine sichere Zukunft in vernetzten Bundesländern. Sie umfassen die Kontrolle über eigene Daten, robuste Infrastrukturen und unabhängige Technologien. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Betriebsfähigkeit nach kritischen Außeneinflüssen. Auch den verantwortungsvollen Umgang mit KI gilt es zu beleuchten. Strategien wie Verschlüsselung, dezentrale Systeme und klare Governance stärken Schutz, Verfügbarkeit und Vertrauen nachhaltig. Unsere Expertenrunde teilt mit Ihnen ihre Erfahrungen.
Best-Practice-Dialog I.A3
Unsere Bilanz zur Reise in die Cloud
Wir haben erfolgreich die Entwicklungsinfrastruktur eines IT-Großverfahrens in die Cloud migriert. Das war gar nicht so einfach - aber was hat es uns gebracht? In diesem Best-Practice-Dialog stellen wir die Herausforderungen und messbaren Vorteile unserer Reise in die Cloud vor. Gleichzeitig laden wir zum Austausch ein, um aus unseren Erfahrungen zu profitieren.
Best-Practice-Dialog I.A4
Wenn Behörden miteinander sprechen: Von 30 Mio. Datenübermittlungen lernen – Registermodernisierung in der Praxis
Die Registermodernisierung ist eines der zentralen Digitalisierungsvorhaben der öffentlichen Verwaltung – und gleichzeitig eine der größten praktischen Herausforderungen: Was passiert, wenn Theorie & Gesetz auf Realität trifft? In diesem Dialog geben wir Einblicke in die Pilotumsetzung auf Basis von über 30 Millionen Datensätzen der Bundesagentur für Arbeit. Im Fokus stehen konkrete Erfahrungen aus der ersten praktischen Umsetzung des Registermodernisierungsgesetzes.
Wir zeigen, welche Hürden in der Praxis auftreten, warum behördenübergreifende Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen sollte und was andere Behörden davon lernen können.
Best-Practice-Dialog I.A5
IT-Fachkräfte im Engpass: Handlungsfähigkeit sichern statt warten
IT-Fachkräfte fehlen – und trotzdem muss der Betrieb laufen und digitale Vorhaben umgesetzt werden.
Wie bleibt IT unter diesen Bedingungen handlungsfähig? Die Stadt Sonthofen macht deutlich, wie strategisches Personalmanagement Tempo ermöglicht: durch klug geschnittene Aufgaben- und Verantwortungszuschnitte, klare Mandate, temporäre Lösungen und systematischen Wissenstransfer. Wir diskutieren, welche personalstrategischen Entscheidungen Akzeptanz schaffen, Abhängigkeiten vermeiden und digitale Umsetzung auch unter Engpässen ermöglichen.
Best-Practice-Dialog I.A6
KONSENS: Wenn der Monolith zum Betonklotz wird – und wie wir ihn jetzt mit Microservices sprengen
Digitalisierung in der Verwaltung: Warum KONSENS nicht ‚einfach mal schnell‘ modernisiert wird – und wie wir’s trotzdem schaffen. Vom Monolithen zu orchestrierten Microservices – Agilität durch Serviceorientierung in der Steuerverwaltung. Ein Beispiel zeigt, wie eine Migration von großen Fachverfahren in Microservices über strategische Projektsteuerung gelingt. Die sukzessive Umstellung von bestehenden Anwendungen, während sie inhaltlich weiterentwickelt werden, stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Warum Agilität dabei der Sprengstoff ist und warum die Stärkung der Rolle des Prozessmanagements bei der Serviceorientierung wichtig ist.
Best-Practice-Dialog I.A7
KI-Resilienz im öffentlichen Sektor: Strategien für den Ernstfall zwischen Innovation und Sicherheit
Der Vortrag zeigt, warum der Einsatz von KI im öffentlichen Sektor konsequent aus Sicht der Business Continuity und Resilienz gedacht werden muss. Er beleuchtet typische Risiko‑, Störungs- und Ausfallszenarien von KI-Systemen und deren Auswirkungen auf kritische Geschäftsprozesse. Im Fokus steht, wie KI sinnvoll in bestehende BCM‑, Krisen- und Notfallmanagementstrukturen integriert werden kann. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie Organisationen auch bei KI‑Fehlfunktionen handlungsfähig bleiben. Ziel ist es, Innovation zu ermöglichen, ohne Versorgungssicherheit, Entscheidungsfähigkeit und Vertrauen zu gefährden.
Best-Practice-Dialog I.A9
Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen: Vom politischen Beschluss zum Cloud-Betrieb – Digitalisierung der Verwaltung erschöpft sich nicht in Ankündigungen
Politische Digitalstrategien scheitern selten am Konzept, sondern an der Umsetzung innerhalb von Legislaturperioden. Mark Neufurth von IONOS Cloud argumentiert aus der Perspektive eines Anbieters, der bereits heute souveräne Cloud für die Bundesverwaltung im Produktivbetrieb liefert und auf mehr als 13 Jahre Erfahrung zurückblickt. Visionen von souveräner Cloud gibt es dabei viele. Und Architekturvorgaben wie bspw. der Deutschland-Stack sind schön und gut, jedoch müssen sie sicher, compliant, resilient und mit höchstem SLA umgesetzt werden. Und zwar JETZT.
Best-Practice-Dialog I.B1
Digitalisierung funktioniert: Beispiele und Lehren aus der Praxis
Wie sieht Verwaltungsdigitalisierung aus, die wirklich funktioniert - nicht in der Theorie, sondern in der Praxis? Das Panel beleuchtet die Digitalisierung einer behördlichen Fachanwendung anhand eines konkreten Beispiels aus der Tierseuchenbekämpfung in Niedersachsen. Die angewendete Lösung meistert zentrale Herausforderungen jeder öffentlichen Verwaltung: Prozesse mit variablen Abläufen über mehrere Behörden hinweg zu koordinieren und sie intelligent zu automatisieren, ohne dabei die finale Entscheidungshoheit
abzugeben. Projektverantwortliche, Umsetzungspartner und Technologie-Anbieter sprechen über die Erfolgsfaktoren und praktischen Lehren dieses Projekts. Erfahren Sie in einer offenen Diskussion, wie echter Mehrwert für Verwaltung, Nutzende und Bürger:innen entstand und welche Faktoren eine schnelle sowie kosteneffiziente Übertragung auf weitere Behörden begünstigen.
Best-Practice-Dialog I.B2
Staatsmodernisierung konkret: Das Sachsen-Anhalt-Modell für gebündelten Leistungsvollzug
In diesem Panel erzählen Vertreter:innen des Landes Sachsen-Anhalt, der Kommunen und unseres Projektteams, wie aus einer Machbarkeitsstudie tatsächlich Realität geworden ist: Das Zentrale Service-Angebot (ZSA) ist live – und übernimmt bereits konkrete Aufgaben wie Hundeanmeldung für erste Kommunen.
Wir sprechen darüber,
- wie sich der Start in den Wirkbetrieb für Verwaltungen und Mitarbeitende angefühlt hat,
- wo die Bündelung und Automatisierung heute schon spürbar entlastet,
- welche Hürden es auf dem Weg zum Go-Live gab – fachlich, technisch, organisatorisch
- und wie es jetzt weitergeht: mit neuen Leistungen wie „Hilfe zur Pflege“, weiteren Kommunen und weiteren möglichen Automatisierungslösungen.
Best-Practice-Dialog I.B3
Wallet, NOOTS, Nachweise: Ökosysteme zusammendenken – Verwaltung anschlussfähig machen
Die Wallet kommt. Was muss die Verwaltung jetzt vorbereiten – und wie passt NOOTS strategisch dazu?
Die europäische Wallet-Infrastruktur verändert, wie Bürger:innen und Unternehmen künftig digitale Identitäten und Nachweise einbringen. Dabei ist die Wallet nicht nur ein einzelnes Produkt, sondern ein Synonym für ein europäisches Ökosystem: harmonisierend, interoperabel und auf dem eIDAS- sowie ETSI-TechStack aufbauend. Ihr Nutzen entsteht jedoch nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Behörden Prozesse identifiziert haben, Nachweisquellen kennen und bestehende sowie entstehende Infrastrukturen konsequent mitdenken. NOOTS ist in diesem Zusammenhang ebenfalls als Ökosystem zu verstehen: als bundesweites, regelgebundenes Zusammenspiel von Datenquellen, Vermittlung, Nachnutzung und Anschlussfähigkeit. In diesem Forum beleuchten Bundesdruckerei und Governikus gemeinsam, was Wallets und digitale Nachweise für Verwaltungsprozesse konkret bedeuten und warum kommunale IT-Dienstleister, Fachverfahrensanbieter und Behörden jetzt handeln sollten, statt auf eine fertige Lösung zu warten.
Best-Practice-Dialog I.B4
Gemeinsam die digitale Souveränität gestalten – Ein Deep Dive in souveräne Cloud-Ökosysteme
Wie gelingt der Schulterschluss zwischen genossenschaftlicher Organisation, zentraler IT-Steuerung und dem konkreten Bedarf der öffentlichen Verwaltung? In diesem Best Practice Dialog blicken wir hinter die Kulissen wegweisender Kooperationen im Public Sector und zeigen, wie die Theorie der souveränen Cloud in der Praxis ankommt.
Wir diskutieren am Beispiel aktueller Implementierungsszenarien, wie die technologische Basis von STACKIT und die Orchestrierung durch erfahrene IT-Dienstleister harmonieren, um den hohen Anforderungen der Landesverwaltung gerecht zu werden. Wir sprechen offen über:
Echte Erfolge: Wie die Transformation auf souveräne Cloud-Strukturen in der Verwaltungspraxis gelingt.
Lessons Learned: Welche Fallstricke man kennen muss, um Cloud-Projekte effizient und sicher zu skalieren.
Skalierung durch Nachnutzung: Warum der Weg über den GovDigital Broker der Schlüssel für eine schnelle und rechtssichere Digitalisierung in der Breite ist.
Erleben Sie im Dialog mit Expert:innen von GovDigital, Schwarz Digits (STACKIT) sowie Vertretern aus der IT-Steuerung und Praxis, wie moderne Verwaltung heute schon Realität wird – und wie diese Lösungen als Blaupause für weitere Behörden adaptiert werden können.
Best-Practice-Dialog I.B5
KI für Bürokratieabbau: Was Künstliche Intelligenz für bessere Rechtsetzung leisten kann und wo ihre Grenzen liegen
Doppelungen, Widersprüche und Inkonsistenzen in Regelungen verursachen unnötige Bürokratiekosten, Rechtsunsicherheit und vermeidbare Komplexität für Unternehmen und Verwaltung. Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen zeigt unser Best-Practice-Dialog, wie Künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, Potenziale zur Vereinfachung von Regelungen systematisch, nachvollziehbar und nachprüfbar zu identifizieren. Zudem wird deutlich, wie Künstliche Intelligenz auch jenseits der Rechtsvereinfachung zu einer besseren Rechtsetzung beitragen kann.
Im Mittelpunkt stehen die zentralen Voraussetzungen für vertrauenswürdige Ergebnisse: eine qualitätsgesicherte juristische Wissensbasis, ein geeigneter methodischer Ansatz sowie verlässliche KI-Ergebnisse, die durch Fachexpertinnen und Fachexperten validiert werden. Zugleich zeigt der Dialog, wo menschliches juristisches und politisches Urteilsvermögen unverzichtbar bleibt.
Studie im Auftrag des BMF: https://www.d-fine.com/KI-Studie-Rechtsvereinfachung
Best-Practice-Dialog I.B6
Multiprojektmanagement 2.0: Projekte, Produkte, Portfolio. Steuerung für strategische Wirkung
Multiprojektmanagement ist in Bundes- und Landesbehörden etabliert: Vorhaben werden erfasst, priorisiert und koordiniert. Doch das Steuerungsobjekt verändert sich grundlegend. Projekte haben immer seltener einen klaren Endpunkt. Fachverfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt, Entwicklung und Betrieb wachsen zusammen, und aus Vorhaben entstehen dauerhafte Produktverantwortungen. Damit stößt klassisches Multiprojektmanagement an Grenzen. Es optimiert die parallele Umsetzung, beantwortet jedoch nicht immer die strategische Frage, welche Initiativen im Sinne der Behördenziele priorisiert, verstetigt oder beendet werden sollten. In einer produktorientierten Realität rückt daher der Produktlebenszyklus in den Fokus. Das Panel diskutiert: Wie gehen die unterschiedlichen Behörden damit um?
Best-Practice-Dialog I.B7
Das Ende der kleinteiligen Fachverfahrenslogik? Was der Deutschland-Stack für Länder und Kommunen jetzt bedeutet
Der Deutschland-Stack verspricht einheitliche Infrastrukturen und Schnittstellen, gemeinsame Datenhaltungsstandards und zentralisierte Plattformen. Doch was bedeutet das konkret für die IT-Verantwortlichen in Ländern und Kommunen? Müssen wir uns von individuellen Fachverfahren als zentralem Baustein der Verwaltungsdigitalisierung trennen? Wie können Länder den D-Stack zur Schärfung ihrer Beschaffungsstrategie und Projekt-Portfolios nutzen? Was passiert mit dem gewachsenen Ökosystem kommunaler IT-Lösungen und wie verhält sich der D-Stack zum EfA-Prinzip? In diesem Best Practice Dialog diskutieren Landes-CIOs, Vertreter:innen kommunaler IT-Verbände und Expert:innen aus der Praxis, wie sie mit diesen Fragen umgehen – und ob der KONSENS-Verbund der Steuerverwaltung vielleicht schon zeigt, wohin die Reise gehen kann.
Best-Practice-Dialog I.B8
Souveräne KI-gestützte Verwaltung aus Deutschland - eine Blaupause für Europa.
Öffentliche Verwaltungen stehen vor einer Herausforderung: Der Digitalisierungsdruck steigt – aber die eingesetzten Lösungen schaffen neue Abhängigkeiten, statt sie zu reduzieren. KI-Pilotprojekte ohne Kontrolle über Entscheidungslogiken, Interaktionsplattformen ohne souveräne Infrastruktur, Fachanwendungen ohne durchgängige Prozesse sind Insellösungen die keine systemischen Probleme lösen.
Dieses Panel zeigt, wie eine integrierte Architektur aus drei Ebenen aussehen kann: eine rechtskonforme Cloud-Infrastruktur speziell für die öffentliche Hand (Delos Cloud), ein KI-gestützter Entscheidungs- und Steuerungslayer, der Verwaltungsprozesse als "Digital Twin" abbildet (ValueMiner), und eine Interaktions- und Serviceplattform, die Bürgeranliegen abschließenden Bearbeitung steuert (SYNCPILOT).
Am konkreten Use Case – von der Bürgeranfrage über KI-gestützte Priorisierung bis zum Bescheid – diskutieren die Panel-Teilnehmer, was integrierte Digitalisierung im Verwaltungsalltag wirklich bedeutet. Und warum ein Ansatz, der von Anfang an auf DSGVO, eIDAS und europäische Governance-Anforderungen ausgelegt ist, kein Nachteil ist – sondern ein Exportmodell.
Best-Practice-Dialog I.B9
AIGude: vom erfolgreichen KI-Pilot zur Grundlage für interföderale Zusammenarbeit
Generative KI nachhaltig und produktiv in der gesamten Landesverwaltung nutzen, ohne Daten aus der Hand zu geben – geht das? Hessen zeigt: Ja. Mit der hessischen KI-Plattform und dem Pilotprojekt AIGude betreibt das Land ein föderales KI-System auf Basis quelloffener Sprachmodelle. Das KI-System unterstützt damit aktuell bereits rund 1.000 Beschäftigte bei Textarbeit, Recherche und Wissensmanagement. Keine Daten verlassen die sichere KI-Infrastruktur des Landes. Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg arbeitet Hessen zukünftig daran, Gestaltungsspielräume für den souveränen KI-Einsatz in der öffentlichen Verwaltung systematisch zu stärken. Ziel ist es, Kompetenzen gezielt zu bündeln, Synergien zu heben und parallele Entwicklungen zu vermeiden – nicht nur zum Zweck der Effizienz, sondern auch der langfristigen technologischen Souveränität. Im Best-Practice-Dialog berichten die Projektverantwortlichen, wie das föderale KI-System entwickelt, pilotiert und auf die gesamte Landesverwaltung ausgerollt wird – und was andere Länder und die deutsche Verwaltung daraus für die eigene KI-Strategie mitnehmen können. Im Fokus: Architekturentscheidungen, Datenschutz, Betriebsmodell und die Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieb.
Zukunftsforum I.II.2
EUDI-Wallet und digitale Identitäten: Wie gelingt die Integration in die deutsche und europäische Verwaltungslandschaft?
ZuKo-Cloud-Forum I.II.3
Souveräne Cloud und Hyperscaler – Marktentwicklungen und Perspektiven für die IT der öffentlichen Verwaltung
Mit der Wegweiser-Studie „Im Spannungsfeld zwischen Innovation und Souveränität: Cloud und die digitale Zukunft der Verwaltung“ (2024) wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um Markt, Entwicklungsperspektiven und Entscheidungsstrukturen rund um Cloud-Technologien in der öffentlichen Verwaltung systematisch einzuordnen. Aufbauend darauf hat das 2. ZuKo Cloud-Spezial (2025) die Debatte um digitale Souveränität, Vertrauen, Sicherheit und Leistungsfähigkeit in der Verwaltungscloud weiter vertieft.
Die Session knüpft an diese Diskussionen an und richtet den Blick auf die aktuellen Marktentwicklungen: Wo steht der Cloudmarkt heute, welche souveränen Cloudlösungen sind für den öffentlichen Sektor relevant und was hat sich im vergangenen Jahr verändert? Im Mittelpunkt stehen dabei die Rolle von Hyperscalern, die Weiterentwicklung souveräner Infrastrukturen wie der Deutschen Verwaltungscloud sowie die Frage, welche Perspektiven sich daraus für die zukünftige Ausgestaltung der IT von Bund, Ländern und Kommunen ergeben.
ZuKo-Datenpolitikforum I.II.4
Datenschutzbürokratie statt Datenschutz – Reform der Datenschutzaufsicht im privaten und öffentlichen Sektor?
Mit den jüngsten europäischen Regelungen und der Weiterentwicklung des europäischen Datenschutzrahmens durch das Digital Omnibus-Gesetz steht die Datenschutzaufsicht vor einem Wendepunkt. Neue EU-Verordnungen verschärfen Anforderungen, erweitern Zuständigkeiten und erhöhen zugleich den Umsetzungsdruck auf Unternehmen, Verwaltungen und Aufsichtsbehörden - insbesondere in Deutschland, in dem das Thema Datenschutz sowohl einen großen bürokratischen als auch emotionalen Stellenwert einnimmt. Damit gewinnt die Debatte um Effizienz, Einheitlichkeit und Praxisnähe der Datenschutzaufsicht neue Dringlichkeit.
Das Forum greift die zentrale Frage auf, ob Datenschutz in seiner aktuellen Ausgestaltung seinem eigentlichen Ziel noch gerecht wird – oder ob zunehmende Bürokratie Innovation, Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung hemmt. Diskutiert wird, wie die Datenschutzaufsicht im privaten wie im öffentlichen Sektor reformiert werden kann, um Rechtssicherheit zu schaffen, Doppelstrukturen abzubauen und den Fokus wieder stärker auf wirksamen Schutz personenbezogener Daten zu legen.
Die Referentinnen und Referenten diskutieren, welche Anpassungen auf nationaler Ebene notwendig sind, wie Zuständigkeiten klarer geregelt werden können und welche Rolle Aufsichtsbehörden künftig einnehmen sollten. Das Forum bietet Raum für eine sachliche, kontroverse und lösungsorientierte Debatte darüber, wie Datenschutz gleichzeitig grundrechtskonform, bürokratieärmer und zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Zukunftsforum I.II.5
Zwischen Finanzdruck und Zukunftsaufgaben: Wie der Staat mit weniger Geld mehr Wirkung erzielt
Steigende Ausgaben, wachsende Pflichtaufgaben und begrenzte finanzielle Spielräume in den Haushalten setzen Bund, Länder und insbesondere die Kommunen zunehmend unter Druck. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an staatliches Handeln – von Infrastruktur und Daseinsvorsorge bis hin zu Digitalisierung, Klimaschutz und sozialem Ausgleich. Die Frage nach tragfähigen öffentlichen Haushalten wird damit zu einer zentralen Zukunftsfrage staatlicher Handlungsfähigkeit. Doch welche Steuerungsinstrumente gibt es, um nur noch das auszugeben, was auch eingenommen wird?
Das Forum beleuchtet das Spannungsfeld zwischen bundespolitischen Entscheidungen, der Finanzverantwortung der Länder und der konkreten Umsetzung in der kommunalen Praxis. Diskutiert wird, wie Aufgaben, Finanzierungsstrukturen und Zuständigkeiten besser aufeinander abgestimmt werden können und welche Reformen notwendig sind, um Kommunen dauerhaft handlungsfähig zu halten.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Perspektiven der kommunalen Ebene, der Umgang mit strukturellen Defiziten sowie die Frage, wie finanzielle Steuerungsinstrumente wirksamer eingesetzt werden können. Das Forum bietet Raum für eine offene Debatte darüber, wie finanzpolitische Verantwortung fair verteilt, Prioritäten neu gesetzt und nachhaltige Lösungen für tragfähige Haushalte entwickelt werden können.
BVA@ZuKo I.II.6
Strategie & Praxis von Low Code
Low Code wird häufig als Gamechanger der Digitalen Transformation beschrieben. Gilt das auch im Kontext der öffentlichen Verwaltung? Welche Rahmenbedingungen hat die Nutzung von Low Code in der Bundesverwaltung? Wie sehen konkrete Anwendungen und Nutzungsbeispiele aus? Was können wir aus diesen Beispielen lernen? Es sind diese und weitere Fragen, mit denen wir uns im Rahmen dieses Forums mit Impulsen und einer Diskussionsrunde beschäftigen wollen.
Best-Practice-Dialog I.C2
Skalierung im SIGUV-Umfeld: Wie maßgeschneiderte KI -Anwendungen erfolgreich nachgenutzt werden
Individuelle KI-Lösungen gelten als nicht skalierbar – ein häufiger Denkfehler, der im öffentlichen Sektor Effizienzpotenziale ungenutzt lässt. Gerade in komplexen, datenintensiven Fachverfahren sorgen maßgeschneiderte Anwendungen für schnellere, konsistentere Entscheidungen und spürbare Entlastung.
Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft ETEM und weiteren Anwendern aus dem SIGUV-Umfeld zeigen wir, wie aus einer individuellen Lösung ein übertragbares Erfolgsmodell wurde – trotz kundenspezifischer Entwicklung und ohne klassisches Produktdenken.
Der Vortrag gibt Einblicke, wie Nachnutzung konkret gelingen kann – und wie sich Wirkung und Effizienz auch jenseits von „One-size-fits-all“ skalieren lassen.
Best-Practice-Dialog I.C3
Low Code – Eine einfache Lösung für die Softwareentwicklung?
Low Code verspricht beschleunigte Anwendungsentwicklung, geringere Kosten und erhöhte Flexibilität. Welche Vor- und Nachteile Low Code in der Praxis mit sich bringt, erläutern Susanne Knobelsdorf und Michael Kollinger vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Sie skizzieren ihr aktuelles Low-Code-Programm, beschreiben ihr agiles Projektvorgehen und erläutern anhand einer Demo einer ihrer Appian-Entwicklungen Herausforderungen, Lösungsansätze und ihre zentralen Erkenntnisse zum Thema Low Code.
Best-Practice-Dialog I.C4
Alles neu? Alles besser? Die Zukunft mit VOIS!
In unserem Vortrag wollen wir die Frage beantworten, ob es besser ist, auf einer "grünen Wiese" die komplette kommunale IT neu zu erfinden oder ob es sicherer und schneller zum Erfolg führt, permanente Innovation und notwendige, bisher fehlende, Infrastruktur auf funktionierende IT-Lösungen anzuwenden und wie sich VOIS in diesen Denkmodellen orientiert?
Best-Practice-Dialog I.C5
NOOTS erfolgreich steuern: Standardisierter Operating Layer als föderales Integration Backbone mit Live Demo
NOOTS ist der Schlüssel für das Once‑Only‑Prinzip und einen sicheren, medienbruchfreien Datenaustausch über Ebenen hinweg. Im Best‑Practice‑Forum zeigen wir, wie ein föderales Integrations‑Backbone als standardisierter Operating Layer Bund, Länder und Kommunen befähigt, NOOTS‑Anbindungen einheitlich zu steuern – von Fachverfahren und Registern bis zu Portalen. Anhand einer Live‑Demo machen wir einen Ende‑zu‑Ende‑Prozess vom Antrag bis zum NOOTS‑Datenaustausch und Monitoring erlebbar und geben konkrete Empfehlungen für den schrittweisen Aufbau dieses Operating Layers.
Best-Practice-Dialog I.C6
Die Behörde der Zukunft – Sicher, mobil und souverän mit Zero Trust
Die Modernisierung der IT-Infrastruktur in der öffentlichen Verwaltung steht vor einem Dilemma: Wie lassen sich maximale Datensicherheit und strengste Compliance-Vorgaben mit den Anforderungen an mobiles, flexibles Arbeiten und Cloud-basierte Fachverfahren vereinbaren?
Anhand eines Best-Practice-Beispiels aus dem Bereich der Inneren Sicherheit zeigt diese Präsentation, wie die Transformation von einer klassischen, standortgebundenen Netzwerkarchitektur hin zu einer modernen Zero Trust Cloud Security-Plattform erfolgreich gelingt.
Im Fokus stehen dabei universelle Use Cases für die Verwaltung:
- Souveräner Zugriff überall: Wie durch Zscaler Internet Access (ZIA) und Zscaler Private Access (ZPA) der sichere Weg ins Internet sowie der performante Zugriff auf interne Fachanwendungen – unabhängig vom Standort oder Endgerät – realisiert wird.
- Herausforderungen in der Umsetzung: Ein praxisnaher Blick auf die Überwindung typischer Hürden in Behörden: Integration in Legacy-Umgebungen, Erfüllung höchster Datenschutzstandards (BSI/GDPR) und die Steigerung der Nutzerakzeptanz durch den Wegfall komplexer VPN-Einwahlen.
- Innovation im Feld – Zscaler Cellular: Ein Ausblick auf die nächste Stufe der Vernetzung. Erfahren Sie, wie mobile Arbeitsplätze und Fahrzeuge durch Cellular-Lösungen direkt und sicher an die Behörden-Infrastruktur angebunden werden, um auch im Außeneinsatz volle Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten.
- Zscaler als strategischer Partner: Warum eine Cloud-native Sicherheitsarchitektur die Basis für Skalierbarkeit und Resilienz in der öffentlichen Verwaltung bildet und wie Zscaler Behörden dabei unterstützt, technologische Vorreiter zu werden.
Diese Präsentation dient als Blaupause für Entscheider und IT-Verantwortliche in der öffentlichen Verwaltung, die eine zukunftssichere Infrastruktur schaffen wollen, die sowohl funktional als auch hochsicher ist.
Best-Practice-Dialog I.C7
Das Souveränitätsmonster der Verwaltung bezwingen – Ein Praxisblick aus einem openDesk-Projekt im Zwiegespräch
openDesk gilt als einer der zentralen Bausteine für digitale Souveränität in der Verwaltung und soll digitale Souveränität in der Verwaltung greifbar machen – er steht damit im Spannungsfeld zwischen politischem Anspruch und operativer Realität. In vielen Projekten begegnet uns dabei ein wiederkehrendes Phänomen: der Druck, schnell handeln zu müssen, nichts zu verpassen und möglichst viele Themen parallel anzugehen. Wir nennen das das Souveränitätsmonster – ein FOMO-getriebener Reflex, der gut gemeinte Initiativen in Hektik und wachsende Komplexität kippen lässt.
In unserem Vortrag treten wir bewusst einen Schritt zurück: Im Zwiegespräch berichten wir aus einem laufenden openDesk-Projekt im Behördenumfeld und zeigen, wie sich der Souveränitätsanspruch mit organisatorischen Bedarfen, dem konkreten Fachbetrieb, bestehenden Prozessen und der technischen Realität verbinden lässt.
Ein ehrlicher Blick darauf, wo openDesk heute trägt und wo es noch reift – und wie man das Souveränitätsmonster erkennt, bevor es die Richtung vorgibt.
Best-Practice-Dialog I.C8
Die öffentliche Verwaltung steht vor der doppelten Herausforderung, Verfahren drastisch zu beschleunigen und gleichzeitig höchste rechtliche Standards zu wahren.
Doch wie lassen sich komplexe Genehmigungsprozesse digitalisieren, ohne in der „Blackbox“ unkontrollierter KI-Modelle zu landen?
In diesem Best Practice Dialog zeigen Markus Dillmann (ServiceNow) und Dr. Dirk Woywod (Rulemapping), wie die Synergie der beiden Plattformen die Verwaltung transformiert. Erfahren Sie, wie ServiceNow die digitale Prozess-Orchestrierung und das Case Management steuert, während die Rulemapping Automation Platform als dedizierte Intelligence-Schicht komplexe Gesetze via Law-as-Code in ausführbare, deterministische Entscheidungsstrukturen übersetzt.
Das Ergebnis: Eine Rechtssichere, AI-Act konforme Fallbearbeitung ohne Halluzinationsrisiko welche Sachbearbeitende massiv entlastet und Verfahrenszeiten spürbar minimiert.
Best-Practice-Dialog I.C9
Programm Flächendeckung – so kommen Online-Leistungen in den Kommunen an
Digitale Verwaltungsleistungen sind vielerorts entwickelt – doch noch nicht überall verfügbar. Genau hier setzt das „Programm Flächendeckung digitale Verwaltungsleistungen" des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) an: Ziel ist es, (EfA-)Online-Dienste weitere Online-Services schneller, standardisiert und verbindlich bis in die kommunale Fläche zu bringen. Dafür etabliert das BMDS einen neuen Umsetzungsansatz mit klaren Verantwortlichkeiten: govdigital übernimmt als Bundes-Generalunternehmerin die Gesamtkoordination, während in den Ländern leistungsfähige Partner den Roll-in vor Ort steuern – in Hessen ekom21, in Niedersachsen GovConnect. Weitere Bundesländer machen sich aktuell auf den Weg oder haben Interesse an dem Programm signalisiert.
Im Fachforum zeigen wir, wie das Modell funktioniert, welche Rollen Bund, Länder und kommunale IT-Dienstleister übernehmen – und warum das Programm ein entscheidender Hebel für die erfolgreiche OZG-Umsetzung sein kann.
ZuKo Kuppelsaal I.III.1 (Der CIO-Talk)
Deutschland-Stack: Wie Bund und Länder die digitale Verwaltung stärken und ihre technologische Souveränität sichern
Der Deutschland-Stack soll das technologische Fundament für eine leistungsfähige digitale Verwaltung bilden. Doch wie gelingt der Schritt von politischen Zielbildern zur tatsächlichen Umsetzung? Laut Modernisierungsagenda sollen bis Oktober u. a. erste Bausteine des D-Stacks weiter konkretisiert werden – von gemeinsamen Schnittstellen über erste interoperable Infrastruktur-Services bis hin zu erprobten Vernetzungen zwischen Rechenzentren. Auch zentrale Vorhaben wie Registermodernisierung, EUDI-Wallet, standardisierte Daten- und Lizenzstrukturen sowie der Ausbau der OZG-konformen Rechnungseingangsplattform werden in den nächsten Umsetzungsstufen weiter vorangetrieben.
Im Fokus des Forums stehen der schrittweise Aufbau des Deutschland-Stacks, die Rolle der Deutschen Verwaltungscloud sowie grundlegende Fragen von Standards, Steuerung und Zusammenarbeit im föderalen System. Ebenso geht es um zentrale digitale Bausteine wie digitale Identitäten, Once-Only-Prinzip, gemeinsame Plattformen und den Einsatz von KI in der Verwaltung. Ziel ist es, konkrete Handlungsperspektiven für Bund und Länder aufzuzeigen und Wege zu einer skalierbaren, Ende-zu-Ende-digitalen Verwaltung zu diskutieren, die Innovationsfähigkeit stärkt und technologische Souveränität absichert.
Diskutiert wird unter anderem:
- Abgleich von Anspruch und Umsetzung: Wo steht der Deutschland-Stack heute wirklich?
- Wie viel Verbindlichkeit braucht der Deutschland-Stack, damit föderale Zusammenarbeit funktioniert, ohne Innovationsspielräume der Länder zu beschneiden?
- Wie können gemeinsame digitale Angebote und Infrastrukturen tatsächlich breit genutzt werden, bis in die Kommunen hinein?
- Wie stärken Bund und Länder gemeinsam Innovationsfähigkeit und digitale Souveränität, insbesondere mit Blick auf KI, Rechenzentrumsstrukturen und europäische Anschlussfähigkeit?
Zukunftsforum I.III.2
Lust auf Führung – Wie schaffen wir es, Menschen (wieder) für Führungspositionen zu begeistern?
Führungsverantwortung gilt oft als Belastung – dabei ist sie ein zentraler Hebel für einen wirksamen Staat und leistungsfähige Verwaltungen. Wie gelingt es, Führung wieder als sinnstiftende, attraktive Aufgabe zu vermitteln und Menschen nachhaltig für Verantwortung, Gestaltung und Entscheidung zu begeistern?
ZuKo-KI-Forum I.III.3
Nutzung von neuen Technologien in Staat & Verwaltung – KI, Automatisierung und innovative Anwendungen in der Praxis
Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern die Arbeitsweise von Bund, Ländern und Kommunen grundlegend. In dieser Session werden konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis vorgestellt, die zeigen, wie Verwaltungsprozesse heute effizienter, intelligenter und bürgerorientierter gestaltet werden. Dazu gehören etwa KI-Rechercheassistenten, Plattformen zur Erschließung neuer KI-Möglichkeiten und Projekte, die den gezielten Einsatz von KI in Verwaltungsabläufen erproben.
Neben der Darstellung aktueller Projekte wird aufgezeigt, welche technologischen Entwicklungen des vergangenen Jahres Fortschritte gebracht haben und wie diese neue Formen der Interaktion zwischen digitalen Systemen und realen Verwaltungsprozessen ermöglichen. Damit eröffnet sich ein Blick auf künftige Potenziale, in denen Automatisierung und KI stärker als bisher selbstständig Aufgaben übernehmen und Behördenprozesse noch effizienter unterstützen können.
Die Session verbindet praxisnahe Einblicke mit strategischer Orientierung: Sie zeigt, wie neue Technologien erfolgreich implementiert werden, welche Chancen sie für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung bieten und wie Verwaltungshandeln langfristig effizienter, digital souverän und serviceorientiert gestaltet werden kann.
Zukunftswerkstatt I.III.4
Inklusive & resiliente Organisationen – Neugestaltung der Verwaltung
Zukunftsforum I.III.5
Weniger Hürden, mehr Wirkung: Bürokratierückbau als Modernisierungshebel
Regelungsdichte und komplexe Verfahren bremsen Innovationskraft und Handlungsspielräume von Staat und Verwaltung. Wie kann konsequenter Bürokratierückbau zu mehr Wirkung, schnellerem Handeln und moderner Verwaltungspraxis führen – ohne Rechtsstaatlichkeit und Qualität zu gefährden? Über diese Frage diskutieren die Referentinnen und Referenten in diesem Forum. Hierbei werden konkrete Ansatzpunkte für einen wirksamen Bürokratierückbau in den Blick genommen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Reformideen, die Verfahren vereinfachen, Zuständigkeiten klarer ordnen und Entscheidungsprozesse beschleunigen. Diskutiert wird, wie gesetzliche Vorgaben verständlicher, Verwaltungsprozesse digitaltauglich und Kontrollmechanismen zielgerichteter ausgestaltet werden können.
Das Forum beleuchtet dabei sowohl die politische Ebene der Gesetzgebung als auch die Umsetzung in Behörden und Kommunen. Es geht um die Frage, welche Spielräume bereits heute bestehen, wo strukturelle Hürden liegen und wie eine neue Kultur des Vertrauens, der Verantwortung und der Wirkung entstehen kann. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Staat und Verwaltung handlungsfähiger und effizienter werden – und Bürokratierückbau zu einem echten Modernisierungstreiber wird.
Zukunftsforum I.III.6
Fluch und Segen der neuen Medien für die Verwaltung
Neue Medien und digitale Kommunikationsformen verändern die Arbeit von Verwaltungen grundlegend. Social Media, Messenger-Dienste und digitale Beteiligungsformate eröffnen neue Möglichkeiten für Transparenz, Dialog und Bürgernähe – stellen die Verwaltung zugleich aber vor rechtliche, organisatorische und kulturelle Aufgaben. Zwischen schneller Kommunikation und der Pflicht zur Nachvollziehbarkeit staatlichen Handelns entsteht ein Spannungsfeld, das neu justiert werden muss.
Das Forum diskutiert, wie Verwaltungen verantwortungsvoll mit neuen Kommunikationskanälen umgehen können und welche Anforderungen sich daraus für Dokumentation, Archivierung und moderne Aktenführung ergeben. Dabei wird beleuchtet, wie Rechtssicherheit, Datenschutz und Transparenz auch bei informellen oder dialogorientierten Kommunikationsformen gewährleistet werden können. Hierfür werden auch Best-Practice-Beispiele aus der Verwaltung selbst vorgestellt.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage, welche Leitlinien und Strategien Verwaltungen für Social Media benötigen, um konsistent, professionell und glaubwürdig zu kommunizieren – ohne dabei Ressourcen zu überfordern oder rechtliche Risiken einzugehen. Zugleich wird diskutiert, wie neue Medien gezielt eingesetzt werden können, um Bürgerinnen und Bürger besser zu informieren, Beteiligung zu stärken und Vertrauen in staatliches Handeln aufzubauen.
Das Forum bietet Raum für eine praxisnahe Debatte darüber, wie neue Medien zu einem echten Mehrwert für Verwaltung und Gesellschaft werden können – und wo klare Grenzen notwendig sind.
Best-Practice-Dialog I.D2
Personalabteilungen für die Zukunft wappnen – Praxiserfahrungen aus HR-Transformationen der öffentlichen Hand
„HR-Transformation in der öffentlichen Hand ist kein Projekt – sie ist eine Daueraufgabe. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie Personalabteilungen ihr Mandat neu definieren.“ Personalfunktionen in öffentlichen Organisationen stehen unter zunehmendem Druck: Fachkräftemangel, Digitalisierung und gestiegene Erwartungen an strategische HR-Steuerung treffen auf Strukturen, die historisch auf Verwaltung und Regelkonformität ausgelegt sind. In diesem Dialog teilen wir konkrete Erfahrungen und ordnen diese inhaltlich ein.
Best-Practice-Dialog I.D3
Digitale Souveränität & Cybersecurity: Schutz vor Abhängigkeiten und Bedrohungen
Digitale Souveränität ist längst mehr als ein politisches Schlagwort – sie ist ein zentraler Faktor moderner Cybersecurity. Unternehmen und Organisationen stehen vor der Herausforderung, ihre Daten, Systeme und Prozesse in einer zunehmend vernetzten und von externen Abhängigkeiten geprägten IT-Landschaft abzusichern.
In dieser Session beleuchten wir, was digitale Souveränität im Kontext von Cybersecurity konkret bedeutet und warum sie entscheidend für Resilienz, Kontrolle und Vertrauen ist. Wir zeigen auf, welche Rolle Security-Strategien dabei spielen, digitale Handlungsfähigkeit zu bewahren.
Best-Practice-Dialog I.D4
Kontrollfähigkeit im digitalen Staat – KI im Risikomanagement einsetzen, wo Verwaltung Wirkung braucht - Hackathon Teil 1/2
Staat und Verwaltung stehen unter wachsendem Druck: Datenchaos, steigende Risiken, Fachkräftemangel und die Dynamik rund um Künstliche Intelligenz verkomplizieren Planung, Steuerung und Umsetzung verantwortungsvoller Transformationen.
Gefragt sind gesamtheitliche Lösungen, die Transparenz schaffen, Risiken beherrschbar machen und KI verantwortungsvoll dort einsetzen, wo sie tatsächlich gebraucht wird.
Finden Sie heraus, wie ServiceNow diese Themen bewältigen kann, während unseres zweitägigen Programms. Geben Sie uns am 9. Juni Ihre individuellen Anforderungen mit und wir setzen Sie bis zum nächsten Tag am 10. Juni in unseren zweiten Live-Demonstration um (Best-Practice-Dialog II.C9).
Best-Practice-Dialog I.D5
Von Insellösungen zur einheitlichen Kommunikationsinfrastruktur – ZaPuK geht in die zweite Runde
Es gibt eine Vielzahl an Postfachsystemen aus einzelnen Verwaltungsbereichen, die für Privatpersonen und Organisationen eine Kommunikation mit staatlichen Institutionen wie Justiz oder Verwaltung erlauben. Diese bestehen meist als entkoppelte Insellösungen mit ähnlichen Anforderungen und heterogener Umsetzung.
Wir geben einen Einblick in die Vision eines modernen und sicheren Postfachs für die Kommunikation zwischen Privatpersonen und Organisationen mit dem Staat, um Redundanzen abzubauen, die Nutzendenerfahrung zu verbessern und unter dem Dach des Deutschland-Stacks eine föderal einheitliche und Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikationsinfrastruktur zu etablieren.
Best-Practice-Dialog I.D6
Mensch trifft Maschine: Rule Design als Tor zur digitalen Gesetzgebung
Verfahren, Methoden und Werkzeuge für die Gestaltung zukunftsfähiger Gesetze
Als Leitmotiv für diesen Best Practice Dialog dienen folgende zwei Fragen:
- Wie können Gesetze zukunftsfähig und digital gestaltet werden?
- Wie kann der Mensch durch Methoden und Tools befähigt werden, die Zukunft der digitalen Gesetzgebung zu gestalten?
In Gesetzgebungsverfahren liegt der herkömmliche Fokus auf Verfahren und Methoden. Wir wollen gemeinsam den Blick öffnen auf innovative Prozesse in Gesetzgebung, Kabinettsmanagement und Parlamentsarbeit. Indem wir den Rechtssetzungsprozess als „Rule Design“ verstehen, werden wir eine Brücke bauen zwischen Mensch und Maschine, um Menschenlesbarkeit und Maschinenlesbarkeit nachvollziehbar und ohne „Translation Gap“ zu gestalten. Dabei legen wir einen Fokus auf innovative Werkzeuge wie Rule Engines, die hochkomplexe Regelwerke für Menschen verständlich, für Systeme nutzbar und für Organisationen gestaltbar machen. Wir zeigen am Beispiel unserer vielfach erfolgreich eingesetzten SINCRules, wie Fachexperten, Juristen, Designer, IT-Teams und Sachbearbeiter ohne technische Hürden komplexe fachliche Regelwerke flexibel, intuitiv und nachvollziehbar modellieren. Und sie damit transparent gestalten und sicher digital integrieren.
Best-Practice-Dialog I.D7
Moderne Verwaltung: Den Wandel ganzheitlich und nachhaltig gestalten
Die Digitalisierung und moderne Verwaltungsorganisationen sind untrennbar miteinander verbunden. Eine erfolgreiche Transformation erfordert jedoch mehr als nur die Einführung neuer Technologien oder Prozesse. Sie kann nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn sie als ein Zusammenspiel von Strategie, Kultur und Menschen gedacht wird. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur strukturelle Veränderungen, sondern auch ein tiefgreifender Kulturwandel sowie die Entwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften. Die strategische Transformation von Verwaltungsabteilungen spielt dabei eine Schlüsselrolle. Denn die moderne Verwaltung benötigt eine neue Haltung - offen, serviceorientiert und zukunftsgerichtet.
Ein Praxisbeispiel: Die IT Baden-Württemberg (BITBW) im Wandel
Im Rahmen unseres Praxisdialogs stellen Sabine Schöll, Simone Froitzhuber-Wagner und Veronika Jung von der IT Baden-Württemberg (BITBW) vor, wie ihre Organisation den Wandel zu einer modernen, öffentlichen IT-Dienstleisterin erfolgreich gestaltet.
Best-Practice-Dialog I.D8
AI-Native Governance & Digital Public Infrastructure
Dieser Best-Practice-Dialog zeigt den Weg von der Formular-Digitalisierung zur AI-nativen Verwaltung – anhand eines internationalen Reifegradmodells, konkreter Referenzen aus Singapur, dem Vereinigten Königreich und Deutschland sowie der Frage, was digitale Souveränität wirklich bedeutet. Mit Einblicken in den Einsatz von KI in Bürgerservices, die universellen Bausteine erfolgreicher Digital Public Infrastructure und das Potenzial der AWS European Sovereign Cloud für den öffentlichen Sektor.
Best-Practice-Dialog I.E1
DVC – vom Marktplatz zum Ökosystem mit souveräner Betriebsplattform
Ein zentraler Baustein der digitalen Transformation ist die Deutsche Verwaltungscloud (DVC). Als Produkt wird sie von der FITKO im Auftrag des IT-Planungsrat gesteuert und von govdigital betrieben. Seit April 2025 profitieren Behörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene von einem stetig wachsenden Angebot an Cloud-Services öffentlicher IT-Dienstleister.
Dabei hat sich die DVC dynamisch weiterentwickelt: vom Marktplatz für digitale Leistungen hin zu einem leistungsfähigen Ökosystem für DVC-konforme Cloud-Services und souveräne Betriebsplattformen. Im Forum geben wir einen praxisnahen Einblick in diese Entwicklung und zeigen, wie die DVC schon heute Mehrwert schafft.
Gemeinsam mit starken Praxispartnern beleuchten wir konkrete Einsatzszenarien: U. a. gibt die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) Einblicke, wie auf Landesebene moderne Cloud-Strukturen erfolgreich umgesetzt werden.
Darüber hinaus stellen wir die nächste Entwicklungsstufe vor: DVC-Betriebsplattformen als Fundament einer leistungsfähigen föderalen Cloud-Infrastruktur. Anhand konkreter Beispiele und mit Raum für Austausch diskutieren wir, welche Chancen sich daraus für die öffentliche Verwaltung ergeben.
ZuKo Kuppelsaal I.IV.1 - Das besondere Gespräch am Abend
Zukunftsorientierte Zusammenarbeit im föderalen Staat – Wie gelingt eine grundsätzliche Neuordnung der Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen für eine erfolgreiche Digitalisierung unseres Landes?
Deutschland soll ein modernes, leistungsfähiges und digital souveränes Staatswesen erreichen und das gelingt nur mit einem Reformturbo. Komplexe Zuständigkeiten, parallele Strukturen und langwierige Abstimmungsprozesse zwischen Bund, Ländern und Kommunen bremsen vielerorts Tempo, Effizienz und Innovationskraft. Gleichzeitig wächst der Erwartungsdruck von Wirtschaft und Gesellschaft an eine leistungsfähige, nutzerorientierte digitale Verwaltung. Es stellt sich die Frage, wie eine grundsätzliche Neuordnung der Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen für eine erfolgreiche Digitalisierung unseres Landes gelingen kann.
Im besonderen Gespräch am Abend kommen zentrale politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Bund, Ländern und Kommunen zusammen, um die Grundlagen einer digitalen Staats- und Föderalismusreform zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Zuständigkeiten neu geordnet werden müssen, damit digitale Vorhaben schneller, verbindlicher und wirkungsvoller umgesetzt werden können. Dabei geht es um mehr als technische Lösungen: Es geht um Machtverteilung, Steuerungsfähigkeit, Kooperationsmodelle und den Mut zu strukturellen Veränderungen.
Das Plenum beleuchtet unterschiedliche Perspektiven auf einen zukunftsfähigen digitalen Staat sowie die Rolle der Modernisierungsagenda. Es wird diskutiert, welche Rolle Föderalismus im digitalen Zeitalter spielen kann – als Hemmnis oder als Chance für Innovation und Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern.
Neue Verwaltung @ ZuKo I.IV.2
Fach- und Führungskräfte-Barometer Teil 1: Führungskräfte stärken – von strukturellen Hürden zur echten Gestaltungskraft!
Mehr als 2.800 Fach- und Führungskräfte aus dem öffentlichen Dienst haben im aktuellen Fach- und Führungskräfte-Barometer 2025 der dbb akademie ihre Perspektiven geteilt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Führungskräfte wollen gestalten und verändern – stoßen jedoch auf strukturelle Hürden und begrenzte Handlungsspielräume. Im ersten Teil stellen wir zentrale Ergebnisse aus der Perspektive der Führungskräfte vor, geben konkrete Handlungsempfehlungen und setzen Impulse, u.a. wie Motivation und Bindung von Fach- und Führungskräften nachhaltig gestärkt werden können. Den Abschluss bildet eine offene, interaktive Diskussionsrunde: Gemeinsam mit Felicitas Richter, Stephan Lützenkirchen sowie Oliver Schieck diskutieren wir Ihre Fragen, Perspektiven und Erfahrungen aus dem Führungsalltag.
Setzen Sie den Impuls fort: Am 10. Juni vertiefen wir die Ergebnisse im Plenum am Morgensowie in Teil 2 des Barometers mit dem Schwerpunkt Fachkräfte, wertschätzende Kommunikation und Entwicklungschancen. Seien Sie dabei – bringen Sie Ihre Erfahrungen ein – und gestalten Sie mit uns die Zukunft von Führung im öffentlichen Dienst! Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
MORNING SESSION (FEMALE FORUM)
Female Breakfast: Vernetzung. Verwaltungsmut.
Begrenzt auf 45 Personen: Für eine Teilnahme ist ein vorhandenes Ticket für den Zukunftskongress 2026 erforderlich. Anmeldung zum Pre-Event über die Kauf-Funktion des Webshops (0€) notwendig.
Zur Anmeldung:
https://www.zukunftskongress.de/de/product/553
Verwaltung braucht Vielfalt - und gute Gespräche beim Frühstück. Beim Female Breakfast des Zukunftskongresses kommen Frauen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und GovTech zusammen, um sich zu vernetzen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam auf die Verwaltung von morgen zu blicken.
Im Mittelpunkt stehen Austausch, neue Perspektiven und die Frage, wie vielfältige Teams, Entscheidungsrunden und Netzwerke dazu beitragen können, Verwaltung zukunftsfähiger zu machen. In einem kurzen interaktiven Impulsformat sammeln wir konkrete Herausforderungen aus der Verwaltungspraxis: Wo hakt es im Alltag? Welche Perspektiven fehlen noch zu oft am Tisch? Und was braucht es, damit Vielfalt nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern Wirkung entfaltet?
Das Frühstück bietet Raum für ehrliche Gespräche, neue Kontakte und gemeinsame Impulse - offen und mit Verwaltungsmut.
ZuKo Kuppelsaal II.I - Plenum am Morgen
(Digitale) Kompetenzoffensive im öffentlichen Dienst – wertschätzend und zukunftsorientiert
Zukunftsforum II.I.2
Weder Kettensäge noch Prozesskosmetik: Wie gelingt die digitale Transformation von Staat und Verwaltung?
Erfolgreiche Unternehmen zeigen es längst: Tempo und Wirkung entsteht durch mutige, disruptive Ansätze als Hebel, nicht durch inkrementelle Optimierung.Was heißt das für Staat und Verwaltung? Braucht es einen Bruch mit bestehenden Strukturen – hin zu einem KI-nativen Betriebsmodell, Plattformlösungen und einer völlig neuen Logik der Beschaffung? Welche Ansätze funktionieren bereits und was ist jetzt nötig, um aus Visionen Realität zu machen?
Zukunftsforum II.I.3
Digitale Souveränität umsetzen – konkrete Anwendungen und Lösungen für die Verwaltung
Digitale Souveränität wird für Bund, Länder und Kommunen zunehmend zu einer strategischen Notwendigkeit: Wie können Verwaltungsprozesse technologisch unabhängig, sicher und zukunftsfähig gestaltet werden? Diese Session gibt einen aktuellen Marktüberblick über souveräne Anwendungen und Plattformen für die öffentliche Verwaltung und zeigt gleichzeitig, welche Angebote bereitstehen – von skalierbaren Plattformdiensten über Standardlösungen für Infrastruktur, Datenmanagement und Kollaboration bis hin zu umfangreichen Service-Ökosystemen.
Anhand praxisnaher Beispiele werden konkrete Lösungen vorgestellt, die bereits heute in Behörden eingesetzt werden, darunter Plattformen für kollaboratives Arbeiten, sichere Dateninfrastrukturen und Werkzeuge, die Verwaltungsprozesse effizient unterstützen. Zugleich wird diskutiert, welche Standards und Schnittstellen real verfügbar sind, welche Flexibilität und Wechselfähigkeit in der Verwaltung möglich sind und wie souveräne Lösungen in bestehende IT-Landschaften integriert werden können.
Die Session vermittelt, wie digitale Souveränität in der Verwaltung operationalisiert werden kann, welche Optionen Entscheiderinnen und Entscheider für die Umsetzung haben und welche Kombination aus souveränen Plattformen und bewährten Marktangeboten langfristig Handlungsfähigkeit, Sicherheit und Effizienz gewährleistet.
ZuKo Kuppelsaal II.II.1
Digitale Souveränität zwischen Ambition und Realität: Welche Weichen müssen wir jetzt stellen?
Gewachsene IT-Abhängigkeiten, geopolitische Spannungen und steigende Anforderungen an Resilienz machen digitale Souveränität zu einer strategischen Schlüsselfrage für Staat und Verwaltung. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass der Weg von der politischen Ambition zur wirksamen Umsetzung komplex bleibt: Europäische Initiativen, Open Source, souveräne Infrastrukturen und neue Kooperationsmodelle haben wichtige Impulse gesetzt, kritische Abhängigkeiten lassen sich bislang aber nur begrenzt und oft nur schrittweise reduzieren. Entscheidend ist daher nicht mehr allein, ob digitale Souveränität gewollt ist, sondern welche politischen, organisatorischen und technologischen Weichen jetzt gestellt werden müssen, damit sie in der Verwaltung tatsächlich zu mehr Unabhängigkeit, Handlungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit führt. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, wie strategische Rahmensetzung, föderale Implementierung und innovative Lösungsansätze so zusammenwirken können, dass aus einem politischen Leitbild belastbare Realität wird.
Inhaltliche Schwerpunkte der Session:
- Wo ist digitale Souveränität heute bereits real erreicht worden – etwa durch europäische Ansätze, Open Source, neue Kooperationsmodelle und souveräne Infrastrukturen – und wo bestehen kritische Abhängigkeiten weiter fort?
- Welche Hemmnisse bremsen die Umsetzung bislang – in Governance, Beschaffung, föderaler Abstimmung, Standards und technischer Skalierung?
- Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit digitale Souveränität in Staat und Verwaltung nicht nur strategisches Ziel bleibt, sondern wirksam zu mehr Unabhängigkeit, Resilienz und Handlungsfähigkeit führt?
Zukunftsforum II.II.2
Vom Verwaltungsapparat zum agilen Service-Staat: Souveränes Fundament, digitale Enabler und der Wandel hin zur Bürgerzentrierung
Der öffentliche Dienst befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Paradigmenwechsels: Bürger und Wirtschaft erwarten schnelle, verlässliche und komfortable digitale Services. Diese Transformation hin zu einem proaktiven Service-Staat zwingt uns zu einer kritischen Bestandsaufnahme: Weg von der historisch fragmentierten Silo-Verwaltung mit isolierten Fachverfahren, hin zu einer plattform-orientierten Modernisierung durch gemeinsame Basisdienste. Das finale Zielbild muss jedoch noch weitergehen: Die Entwicklung der Verwaltung zu einem intelligenten, automatisierten Service-Orchestrator, der als zentraler Dirigent eines vernetzten, bürgerzentrierten Ökosystems agiert. Dieser Wandel fordert nicht nur eine neue technologische Infrastruktur, sondern hinterfragt grundlegend das institutionelle Selbstverständnis, die Organisation und die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung.
Im Infrastruktur- und Technologie-Part des Forums wird diese Transformation von der Basis aufgerollt. Diskutiert wird, wie ein souveränes, resilientes Fundament aussehen muss, das wegweisende Initiativen wie den „Deutschland-Stack“ durch eine neue Qualität der vertikalen Zusammenarbeit aller föderalen Ebenen in die pragmatische Praxis überführt. Auf dieser Basis wirken modulare digitale Lösungen als Enabler, um Fachverfahren flächendeckend und schnell einsatzbereit zu machen. Im Fokus steht das synergetische Zusammenspiel aus souveräner Cloud-Infrastruktur und herstellerunabhängigen Laufzeitumgebungen, um Interoperabilität zu sichern, den Vendor-Lock-in systemisch auszuschließen und durch unkomplizierte, sofort verfügbare 80:20-Lösungen echten Mehrwert ohne zeitraubende Perfektionsansprüche zu generieren.
Doch Technologie allein genügt nicht; der öffentliche Dienst und seine Prozesse müssen sich selbst transformieren. Das Forum beleuchtet kritisch das Spannungsfeld zwischen Freiwilligkeit und Verbindlichkeit digitaler Dienste zur Erzielung echter Effizienzgewinne, während an der Bürgerschnittstelle Akzeptanz, Barrierefreiheit und soziale Teilhabe gewahrt bleiben müssen. Neben strukturellen Anpassungen im Dienstrecht als Hebel für neue Arbeitsformen und Mobilität ist elementar ein Kultur- und Mentalitätswandel in den Behörden erforderlich, um analoge Prozesse effizient zu reorganisieren. Das Zukunftsforum bietet den Raum für eine praxisnahe Debatte darüber, wie der agile Service-Staat von der Bit-Ebene bis zum Arbeitsprozess Realität wird.
Zukunftsforum II.II.3
Wie gelingt Once-Only? Registermodernisierung als Schlüssel für Ende-zu-Ende-Prozesse
Zukunftsforum II.II.4
Gestaltung von Führung – zwischen Individualität und System
Wie lässt sich ein Zielbild für moderne Führung (Führungskultur) in der öffentlichen Verwaltung entwickeln? Schwerpunkte: Mut zur Veränderung und Innovationsfreude, Orientierung in digitalen und dynamischen Kontexten, Vernetzung auf allen Ebenen (Führungskräfte, Teams, Organisationen), Raum für Ambidextrie zwischen Tagesgeschäft und strategischer Weiterentwicklung sowie der Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen, Motivation, Verantwortung und Resilienz in Veränderungsprozessen.
Zukunftswerkstatt II.II.5
Anpassung an neue Arbeitswelten: Die Zukunft der Personalräte
ZuKo-Wirtschaftsforum II.II.6
Agenda EinfachStaat: Wirtschaftswachstum durch Verwaltungsdigitalisierung
Fax statt Ende-zu-Ende digitalisierte Prozesse – das ist noch immer die Realität in der deutschen Verwaltung. Die Folgen sind immens: Bürgerinnen und Bürger verlieren zunehmend das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Staates, die Mitarbeitenden in der Verwaltung beklagen eine zunehmende Überlastung und unternehmerisches Handeln wird ausgebremst. Eine umfassende Staatsmodernisierung ist ein – wenn nicht sogar der zentrale – Hebel, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken. Allein den Digitalisierungsstand der deutschen Verwaltung auf das dänische Niveau anzuheben, könnte das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf um 2,7 Prozent steigern. Welche konkreten Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland zu beschleunigen? Welchen Beitrag können die Modernisierungsagenda der Bundesregierung und die Föderale Modernisierungsagenda leisten? Wie können europäische Projekte wie die EU Business Wallet zu einer ganzheitlichen Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland beitragen? Diese Fragen wollen wir aufbauend auf dem Expertenbericht Agenda EinfachStaat mit Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiueren.
Best-Practice-Dialog II.B1
Vom Pilot zu Plattform – Wie KOPLA Genehmigungen beschleunigt und Zusammenarbeit ermöglicht
KOPLA zeigt in der Praxis, wie digitale Genehmigungsverfahren nach BImSchG durch kollaborative Prozesse, gemeinsame Standards und eine föderal nutzbare Plattform schneller und transparenter werden. Das Panel gibt Einblicke aus Verwaltung und Wirtschaft und diskutiert, wie aus Pilotansätzen eine skalierbare Lösung entsteht – und wie sich weitere Länder und Akteure anschließen können.
Best-Practice-Dialog II.B2
Von der Strategie zur Anwendung: Digitalisierung und KI in Kommunen ganzheitlich denken
Wie gelingt der Schritt von der digitalen Strategie in die konkrete Umsetzung? In dieser Breakout Session zeigen wir, wie Kommunen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz gemeinsam denken und wirksam einsetzen können. Im Fokus stehen nicht einzelne Technologien, sondern durchgängige, prozessorientierte Lösungen – von der Optimierung interner Abläufe bis hin zu besseren, barrierefreien Services für Bürgerinnen und Bürger. Anhand praxisnaher Beispiele erleben Sie, wie digitale Prozesse und KI-Anwendungen – etwa in der Antragsbearbeitung, im Bürgerservice oder in der Datenanalyse – zusammenspielen und echte Mehrwerte schaffen. Diskutieren Sie mit uns, welche Voraussetzungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige digitale Transformation in Kommunen entscheidend sind.
Best-Practice-Dialog II.B3
Der Staat in Code - wie (agentische) KI die Verwaltung neu aufstellt
Law as Code gilt als einer der vielversprechendsten Ansätze, um Verwaltungsmodernisierung endlich spürbar zu beschleunigen. Doch was bedeutet es konkret, Gesetzeslogik zu automatisieren — und wie lässt sich das im öffentlichen Sektor nachnutzen? Im Best‑Practice‑Dialog berichten Expert*innen aus Bund, Ländern und Wirtschaft, wie Law as Code heute schon eingesetzt wird, welche Technologien dabei zum Einsatz kommen und wie sich regulatorische Prozesse wirkungsvoll und souverän vereinfachen lassen. Der Fokus liegt auf praxisnahen Beispielen, echten Effizienzgewinnen und den nun notwendigen Weichenstellungen für eine souveräne Skalierung.
Best-Practice-Dialog II.B4
Marktplatz Deutschland Digital: Innovation braucht mehr als Konsolidierung
Wie können digitale Marktplätze dazu beitragen, Innovation einfacher, schneller und anschlussfähiger in die öffentliche Verwaltung zu bringen? Im Best-Practice-Dialog beleuchtet die FITKO gemeinsam mit BMDS, govdigital und Databund, welche Rolle der Marktplatz Deutschland Digital für Länder und Kommunen dabei spielen kann. Im Fokus stehen die Öffnung für private Anbieter sowie die Frage, wie zeitgemäße Wege der öffentlichen Beschaffung dazu beitragen können, innovative Lösungen wirksamer in die Verwaltung zu bringen.
Best-Practice-Dialog II.B5
Projektmanagement, das wirkt: Die Preisträger des ROLAND stellen sich vor
In dieser Best-Practice-Session geben die ausgezeichneten Projekte der Kategorien „Lokal“ und „Regional“ exklusive Einblicke in ihre Arbeit. Die Preisträger (werden im Rahmen der Verleihung am 9. Juni bekannt gegeben) zeigen, wie sie Herausforderungen im öffentlichen Sektor erfolgreich gemeistert, innovative Lösungen entwickelt und Projektmanagement wirksam eingesetzt haben. Im Mittelpunkt steht der konkrete Praxistransfer: Teilnehmende lernen die Projekte im Detail kennen, verstehen Erfolgsfaktoren und erhalten greifbare Impulse für ihre eigene Arbeit. Die Session bietet Inspiration und zugleich konkretes Handwerkszeug – von erprobten Methoden bis hin zu Ansätzen, die sich direkt in den eigenen Projekten anwenden lassen. Lassen Sie sich überraschen über zwei tolle Projekte und von der Begeisterung für gutes Projektmanagement anstecken.
Best-Practice-Dialog II.B6
Rechts- und datenschutzkonformer KI-Einsatz: die GenAI-Plattform der govdigital
Mit generativer KI lassen sich Prozesse beschleunigen, Services verbessern und Ressourcen gezielter einsetzen. Doch zwischen erfolgreichen Pilotprojekten und dem produktiven Einsatz in der öffentlichen Verwaltung liegen hohe Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit, Rechtskonformität und Betriebssicherheit. Genau hier setzt die GenAI-Plattform der govdigital an. Im Fachforum wird vorgestellt, wie die Plattform als souveräner „KI-Maschinenraum“ öffentliche Stellen dabei unterstützt, GenAI-Anwendungen sicher zu testen, umzusetzen, zu skalieren und dauerhaft zu betreiben – unabhängig von einzelnen Modellen oder Cloud-Anbietern. Themen sind u. a. mandantenfähige Strukturen, getrennte Datenräume, containerbasierte Bereitstellung sowie ein BSI-konformer Betrieb von KI-Services.
Zudem wird erläutert, wie durch die gemeinschaftliche Entwicklung mit AKDB, Dataport und Bundesdruckerei ein skalierbares Angebot für Verwaltungsträger und öffentliche IT-Dienstleister entsteht. Ein Praxisblick auf den aktuellen MVP-Status und die geplante Erweiterung ab dem zweiten Halbjahr 2026 rundet das Forum ab. Komm.ONE ist erster Pilotkunde aus dem Kreis der govdigital.
Best-Practice-Dialog II.B7
Datenhaus Schleswig-Holstein: Die Plattform für datengestützte Entscheidungen in der Verwaltungspraxis
Datenbasierte Entscheidungen gelten als Schlüssel für eine moderne, handlungsfähige Verwaltung. Doch ihr Potenzial entfaltet sich erst dann, wenn Daten nicht nur verfügbar sind, sondern auch strukturiert genutzt und in wirksame Steuerung übersetzt werden.
Plattformansätze spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind weit mehr als einzelne Anwendungen: Als mehrschichtige Infrastruktur verbinden sie Datenräume, Dienste und Anwendungen über Organisationsgrenzen hinweg. Gerade in komplexen Verwaltungsszenarien – etwa Genehmigungsverfahren mit vielen Beteiligten und heterogenen Datenquellen – ermöglichen Plattformen eine bessere Abstimmung, höhere Transparenz und effizientere Prozesse.
Wie aus Datenräumen konkrete Steuerungsfähigkeit entsteht, zeigt disy Cadenza. Die Plattform integriert Daten aus unterschiedlichen Quellen, bereitet sie konsistent auf und macht sie organisationsübergreifend nutzbar. So entsteht eine belastbare Grundlage für Priorisierung, Berichterstattung und evidenzbasiertes Handeln – sicher, flexibel und im Sinne digitaler Souveränität betreibbar.
Wie dieser Ansatz in der Praxis umgesetzt wird, zeigt das Beispiel Schleswig-Holstein: Mit dem Datenhaus Schleswig-Holstein schafft das Land eine zentrale Infrastruktur für datenbasiertes Verwaltungshandeln. Landesregierung Schleswig-Holstein stellt disy Cadenza landesweit bereit und stärkt damit gezielt die digitale Souveränität. Anhand konkreter Anwendungsfälle – von Umwelt- und Gesundheitsdaten bis hin zu ressortübergreifendem Monitoring – wird deutlich, wie Datenintegration, Analyse und Visualisierung zu besseren Entscheidungen und mehr Transparenz beitragen.
Der Best-Practice-Dialog verbindet strategische Perspektiven mit konkreten Erfahrungen aus der Umsetzung und zeigt, wie datenbasierte Steuerung in der Verwaltung Realität wird.
Best-Practice-Dialog II.B8
Innovative KI-Entwicklung als Open Source: Innovationspartnerschaft im Projekt SPARK
Am Beispiel des KI-Open-Source-Leuchtturmprojekts „SPARK Workflow" des BMDS zeigt dieser Best Practice Dialog, wie Open-Source-Entwicklung in der öffentlichen Verwaltung rechtssicher, effektiv und nachhaltig gestaltet werden kann. Projektmitglieder teilen ihre Perspektiven auf Vergabe, Vertragsgestaltung, Umsetzung und Community-Aufbau.
Best-Practice-Dialog II.B9
Die steuerliche Identität im digitalen Wandel
ELSTER zählt mittlerweile rund 24 Millionen Nutzer‑Konten und über 3 Millionen Unternehmenskonten – ein eindrucksvoller Beleg für den Erfolg des e‑Government‑Verfahrens in Deutschland. Seit mehr als 20 Jahren stellt die Steuerverwaltung digitale Identitäten aus und bildet damit das Rückgrat einer vernetzten Verwaltung. Der Vortrag zeigt die beeindruckende Entwicklung der steuerlichen Identität bis zu seiner weit verbreiteten heutigen Nutzung auf. Die digitale Transformation schreitet dabei unaufhaltsam voran: Daten, Prozesse und Services werden immer stärker digitalisiert und nutzerfreundlicher gestaltet. Ziel ist es, die etablierten Identitäten der Steuerverwaltung zukunftsfähig aufzustellen.
Best-Practice-Dialog II.C1
Schluss mit Pilotprojekten: Transformation braucht Ganzheitlichkeit
Die zentrale Herausforderung der Verwaltungsmodernisierung liegt nicht in fehlender Technologie, sondern in der Fähigkeit, Transformation systemisch und über Organisationsgrenzen hinweg zu denken. Das Digitalisierungsprogramm moderne Personalkostenabrechnung des Bundes (DimP · Bund) entwickelt neue digitale Lösungen für die Personalabrechnung des Bundes und greift dabei genau diese Realität auf. Statt isolierter Einzelmaßnahmen setzt das Programm auf einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Prozesse, Organisation, Zusammenarbeit und Kultur gemeinsam gestaltet werden. Der Beitrag lädt zum Austausch darüber ein, warum nachhaltige Digitalisierung nur gelingt, wenn Verwaltung vernetzt gedacht wird – über Fachbereiche, Systeme und Organisationsgrenzen hinweg.
Best-Practice-Dialog II.C3
Über den Wolken mit KI? – Chancen und Risiken für die Modernisierung von Fachverfahren und Application Management
Die Ansätze für den Betrieb von Fachverfahren und deren Modernisierung erleben nicht erst seit deren Cloudifizierung eine neue Epoche. Wir nehmen einerseits eine rasante Entwicklung und Nutzung von KI in der Verwaltung wahr. Andererseits besteht weiterhin ein Berg an Legacysystemen – wie gelingt es, beide Welten zusammenzubringen? Wir diskutieren mit unseren Kunden und Partnern unsere Erfahrungen und Thesen.
Best-Practice-Dialog II.C4
Mit der Registermodernisierung in die Fläche
Mit ersten Nachweisdatenabrufen über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) hat die Registermodernisierung Anfang 2026 einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Erstmals zeigt sich in der Praxis, wie Verwaltungsprozesse durch sicheren Nachweisdatenabruf zwischen Behörden vereinfacht und beschleunigt werden können. Das NOOTS ist die technische Infrastruktur, mit der Daten von Bürger:innen und Unternehmen sicher zwischen Behörden ausgetauscht werden können, mit der Zustimmung der Antragstellenden und hoher Transparenz in der Datenverarbeitung. Neben dem NOOTS werden zur Erhöhung der Datenqualität in den Registern durch das Identitätsdatenabrufverfahren (IDA) Basisdaten sicher an abrufende Register übermittelt und durch das Datenschutzcockpit (DSC) Transparenz über den behördlichen Datenaustausch geschaffen. In den vergangenen Monaten wurden das NOOTS (in seiner ersten Ausbaustufe als MVP) und das Identitätsdatenabrufverfahren (IDA) intensiv verprobt. Im Rahmen der Testphase gab es neben zwei Use Cases mehr als 30 Anbindungen an das NOOTS. Drei davon haben unter der Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für Medien und Digitales stattgefunden. Das Herkunftsnachweisregister am Umweltbundesamt hat im Bereich Energie und im Bereich Umwelt in zwei Projekte verschiedene Fachlichkeiten mit unterschiedlichen Partnern erfolgreich getestet. Erste Erkenntnisse können nun für weitere initiale Anschlussvorhaben und Projekte genutzt werden, bevor es Ende des Jahres in den Flächen-Rollout geht, bei dem sich dann nachweisliefernde und -abrufende Stellen deutschlandweit anschließen können.
In dieser Session teilen Expert:innen ihre Perspektive und erklären:
- Welche Learnings aus aktuellen Erprobungsprojekten beim Anschluss an die Produktivumgebung des NOOTS helfen.
- Für wen es sich lohnt, sich schon jetzt mit dem NOOTS- bzw. IDA- und DSC-Anschluss zu beschäftigen.
- Welche Maßnahmen betrieblich Verantwortliche bereits ergreifen können.
- Und wie NOOTS und EUDI-Wallet ineinandergreifen.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter noots.gov.de
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an kommunikation.noots@fitko.de.
Neue Verwaltung @ ZuKo II.C5
Fach- und Führungskräfte-Barometer Teil 2: Fachkräfte fördern über wertschätzende Kommunikation bis Entwicklungschancen
Mehr als 2.800 Fach- und Führungskräfte haben im Fach- und Führungskräfte-Barometer 2025 ihre Einschätzungen geteilt. Ein zentrales Ergebnis: Viele Fachkräfte erleben zu geringe Wertschätzung sowie fehlende Entwicklungsperspektiven – gleichzeitig ist ihre Bereitschaft zur Weiterentwicklung hoch.
Nach dem ersten Teil richten wir den Blick in Teil 2 nun gezielt auf die Perspektive der Fachkräfte. Wir stellen zentrale Ergebnisse vor, leiten konkrete Handlungsempfehlungen ab und setzen Impulse, warum wertschätzende Kommunikation weit mehr ist als reine Informationsweitergabe – sie ist der Schlüssel zu Vertrauen, Engagement und Leistungsfähigkeit.
Im Anschluss diskutieren wir gemeinsam mit Felicitas Richter, Stephan Lützenkirchen und Oliver Schieck Ihre Fragen und Erfahrungen aus der Praxis.
Seien Sie dabei – und gestalten Sie eine Arbeitskultur, in der Fachkräfte ihr Potenzial entfalten können. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Best-Practice-Dialog II.C6
Souveräne Multi-Cloud: Auswahl stärken, Verwaltungsebenen verbinden
Cloud-Infrastrukturen werden für die öffentliche Verwaltung immer wichtiger – zugleich steigen die Anforderungen an Souveränität, Transparenz und strategische Steuerbarkeit. Der gd.Cloud-Broker von govdigital und BTC zeigt, wie öffentliche Organisationen Cloud-Leistungen verschiedener Anbieter strukturiert nutzen können, ohne sich frühzeitig auf einzelne Plattformen festzulegen. Über ein einheitliches Modell erhalten govdigital-Mitglieder Zugang zu IaaS-, PaaS- und ausgewählten SaaS-Leistungen von IONOS, STACKIT, AWS, Azure und Google Cloud. Damit lassen sich Multi-Cloud-Strategien praktisch umsetzen, Angebote vergleichen und Lock-in-Risiken gezielt reduzieren. Die öffentliche IT-Dienstleister BITBW aus Baden-Württemberg und KDO aus Oldenburg bringen dabei eigene Cloud-Programme und Aktivitäten ein und nutzen den Cloud-Broker als Baustein für souveräne Cloud-Nutzung. Projektbasierte Abrechnung, Budget-Schwellen und konsolidierte Kostenübersichten schaffen Transparenz.
Best-Practice-Dialog II.C8
Cloud-Wechsel leicht gemacht: Die automatisierte Betriebsplattform für Tool-Stacks am Beispiel ITZBund SWEC
An aktuellen Beispielen zeigt sich, dass die Verwendung proprietärer Tools oder SaaS-Angebote zu Abhängigkeiten und Cloud-Zwang führen kann. Gerade für höhere Schutzklassen in der öffentlichen Verwaltung fehlen hier Datenhoheit und Wechselfähigkeit. Eine Lösung sind souveräne Einzel-Tools, die häufig unter hohem manuellen Aufwand mit anderen Tools integriert und betrieben werden. Warum nicht stattdessen auf eine Betriebsplattform setzen, die die Aufwände für Integration und Betrieb minimiert und zusätzlich durch automatisches Cloud-Switching Multi-Cloud-Strategien in der Praxis ermöglicht? In dieser Session zeigen wir wie souveräne Tool-Stacks anbieter- und infrastrukturunabhängig in Multi-Cloud-Umgebungen bereitgestellt werden können, anhand der Open Source Betriebsplattform Cloudogu EcoSystem. Mit dieser stellt beispielsweise das ITZBund seit 2018 für hunderte isolierte Mandanten Tools für Projektmanagement und Dokumentation sowie Softwareentwicklung für tausende Endbenutzende bereit.
Best-Practice-Dialog II.C9
Kontrollfähigkeit im digitalen Staat – KI im Risikomanagement einsetzen, wo Verwaltung Wirkung braucht - Hackathon Teil 2/2
Datenchaos, Planungsunsicherheit und wachsender Transformationsdruck stellen Staat und Verwaltung vor immense Herausforderungen. Am Vortag (in Best-Practice-Dialog I.D4) haben wir diese Erfahrungen zusammen mit dem Publikum in echte Anforderungen umgesetzt. In der heutigen Live-Demo zeigen wir wie diese Anforderungen direkt in ServiceNow abgebildet, automatisiert und umgesetzt werden – transparent, durchgängig und praxisnah.
ZuKo Kuppelsaal II.III.1
Politischer Gestaltungswille für Zukunftstechnologien – Weichenstellungen für einen modernen Innovationsstaat
Wie kann Deutschland technologisch wieder an Stärke gewinnen – und welchen politischen Gestaltungswillen braucht es, um daraus konkrete Modernisierung zu machen? Die Session geht der Frage nach, wie ein moderner Innovationsstaat aussehen muss, damit Zukunftstechnologien, Digitalisierung und KI nicht an Strukturen, Zuständigkeiten oder fehlender Umsetzungskraft scheitern. Im Mittelpunkt stehen Deutschlands technologische Wettbewerbsfähigkeit, ein innovationsfreundlicher und handlungsstarker Staat sowie die politischen und organisatorischen Weichenstellungen, die jetzt erforderlich sind, um technologische Entwicklung in Verwaltung und Staat wirksam voranzubringen.
Zentrale Fragen sind dabei:
- Was braucht es, damit Deutschland bei Zukunftstechnologien international wieder wettbewerbsfähiger wird?
- Wie muss ein moderner Staat aufgestellt sein, um Innovation und technologische Entwicklung gezielt zu ermöglichen?
- Welche Weichenstellungen sind jetzt nötig, damit Digitalisierung, KI und Verwaltungsmodernisierung schneller und wirksamer vorankommen?
Zukunftsforum II.III.2
Führung mit KI: Organisation, Automatisierung und digitales Mindset
ZuKo-Cybersecurity-Forum II.III.3
Wie können sich öffentliche IT-Systeme gegen konkrete Cyberangriffe verteidigen?
Zukunftswerkstatt II.III.4 (Mini-Barcamp)
Staatsmodernisierung durch Wirkungsorientierung – Zielbilder und Effizienzmessung
Digitalisierung ist kein Selbstzweck – ihre Wirkung muss messbar und steuerbar sein.
Staatsmodernisierung braucht mehr als neue Strukturen und digitale Lösungen – sie braucht Klarheit darüber, was tatsächlich wirkt. Doch wie lassen sich Wirkung, Qualität und Effizienz staatlichen Handelns sinnvoll messen? Und wie können Zielbilder entwickelt werden, die Orientierung geben und zugleich steuerungsrelevant für Politik und Verwaltung sind?
Das Mini-Barcamp widmet sich genau diesen Fragen und setzt auf einen offenen, praxisnahen Austausch. Da etablierte Kennzahlen bislang nur selten vorliegen, liegt der Schwerpunkt der Session auf einem Brainstorming: Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden Erfolgskennzahlen für die Verwaltungsdigitalisierung, die strategisch anschlussfähig, controllingnah und zugleich praxistauglich sind. Im Mittelpunkt stehen konkrete Indikatoren, mit denen Fortschritte sichtbar gemacht, Prioritäten gesteuert und Ressourcen wirksamer eingesetzt werden können.
Das Format lädt dazu ein, Erfahrungen zu teilen, bestehende Messansätze kritisch zu reflektieren und neue Perspektiven auf Wirkungsorientierung zu entwickeln. Ziel ist es, belastbare Maßstäbe für eine moderne, effiziente und wirkungsorientierte Verwaltung zu erarbeiten – als Grundlage für bessere Entscheidungen und nachhaltige Staatsmodernisierung.
Zukunftswerkstatt II.III.5
Strategie der öffentlichen IT-Dienstleister 2030: Zusammenarbeit und Arbeitsteilung
Die öffentlichen IT-Dienstleister verantworten das Rückgrat der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland. Kernaufträge sind digitale Daseinsvorsorge, Souveränität, Effizienz und Resilienz. Doch die historisch gewachsene Landschaft der Dienstleister ist derzeit im Umbruch: Konsolidierung, Arbeitsteilung und Kooperation werden die nächsten Jahre prägen.
Das Fachforum diskutiert strategische Optionen, Governance-Modelle und konkrete Handlungsfelder – und wirft einen Blick darauf, welche Weichen heute gestellt werden müssen, damit öffentliche IT 2030 leistungsfähig, souverän und zukunftsfest ist.
- Wie positionieren sich öffentliche IT-Dienstleister bis 2030?
- Welche Erwartungen formulieren Bund, Länder und Kommunen an ihre IT-Organisationen?
- Wo ist Zusammenarbeit sinnvoll, wo Arbeitsteilung? Wie kommt die Konsolidierung voran?
- Wie kann Wettbewerb ermöglicht werden, ohne staatliche Handlungsfähigkeit zu gefährden?
- Welche Rolle spielen gemeinsame Organisationen wie die govdigital? Welche Steuerungsmodelle tragen künftig?
Zukunftswerkstatt II.III.6
KI rechtskonform umsetzen: Datenschutz-by-Design auf dem Apple AI Cluster
Der Einsatz von KI in Unternehmen beeinflusst zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte, die Effizienz der Entwicklungsteams sowie die zukünftige Gestaltung von Teamstrukturen. Die Experten zeigt vor Ort, wie Unternehmen das Potential von KI ausschöpfen können, ohne dabei Kompromisse bei Datenschutz, Security oder Compliance eingehen zu müssen.
Fraunhofer@ZuKo II.IV.2
AI-Policy Brief (AT)
Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die öffentliche Verwaltung in Deutschland und Europa – von automatisierten Entscheidungsprozessen bis hin zu neuen Formen der Bürgerinteraktion. Doch mit diesen Möglichkeiten gehen zentrale Fragen einher: Wie lässt sich Vertrauen in KI-Systeme im staatlichen Kontext herstellen? Welche regulatorischen Rahmenbedingungen sind notwendig? Und wie kann Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleistet werden? Diese Fragen diskutiert Prof. Peter Parycek (Leiter des Kompetenzzentrums Öffentliche IT) mit Panelist:innen aus verschiedenen Perspektiven.
Die Paneldiskussion erfolgt entlang des neu veröffentlichten internationalen AI Policy Brief zum Einsatz von KI in der Verwaltung. Prof. Peter Parycek, Mitautor der Publikation, wird eine kurze Einführung zum Bericht geben und mit den Mitautor:innen sowie weiteren Gästen konkrete Handlungsempfehlungen für den öffentlichen Sektor diskutieren.
Fitko@ZuKo II.IV.3
Der Deutschland-Stack in der Praxis: Vom Beschluss zur wirksamen Umsetzung
Wie wird aus Strategie konkrete Wirkung? Der Best Practice Dialog macht den Beschluss 03/2026 des IT-Planungsrats zum Deutschland-Stack greifbar und zeigt, wie Bund, Länder und Kommunen gemeinsam den einheitlichen Plattformkern und zentrale Basisdienste erfolgreich voranbringen. Im Fokus stehen das föderale Zusammenspiel mit dem BMDS, die Umsetzung verbindlicher Standards sowie die schrittweise Entwicklung eines interoperablen, zukunftsfähigen digitalen Ökosystems. Praxisnah, verständlich und mit klaren Impulsen für die nachhaltige Umsetzung.
Zukunftswerkstatt II.IV.4 (kuratierter Roundtable)
Wirkungsorientierte Digitalisierung in Staat und Verwaltung
Wirkungsorientierung gilt als ein Schlüssel zur Verwaltungsmodernisierung – doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft noch immer eine Lücke. Was braucht es, damit die Steuerung von Aufgaben anhand gewünschter Wirkungen erfolgt? Welche strukturellen, kulturellen und praktischen Hürden stehen dem entgegen? Diese Fragen möchten die Initiative D21 gemeinsam mit ausgewählten Führungskräften aus Verwaltung, Politik und Praxis in einem kuratierten Roundtable beim Zukunftskongress 2026 angehen. In einem kleinen, vertraulichen Rahmen sollen Erfolge geteilt, Hindernisse offen benannt und gemeinsam Wege diskutiert werden – ohne Hochglanzpräsentationen, aber mit echtem Erkenntnisgewinn. Ziel ist ein Austausch auf Augenhöhe, der konkrete Impulse für die eigene Praxis gibt.
Plenum am Nachmittag II.V.1
Ergebnispräsentation des ZuKo-Hackathons 2026
In Zusammenarbeit mit Deloitte entwickelt ein Team aus Fachexpertinnen und -experten im ZuKo-Hackathon für ein Szenario aus Ihrem Verwaltungsalltag in nur zwei Tagen einen KI-Agenten. Das Besondere: Gemeinsam mit dem Team aus Expertinnen und Experten gestalten Sie Ihre eigene Lösung – ganz nach Ihren Vorstellungen und Anforderungen.
Um eine möglichst praxisnahe Herausforderung zu lösen, hatten Kongressteilnehmende im Vorfeld die Möglichkeit, bestehende Problemstellungen zur Bearbeitung einzureichen.
Plenum am Nachmittag (Kongressabschluss) II.V.2
Zukunftsaufgaben für Deutschland: Neuer Wehrdienst, praxisnahe Sozialverwaltung und Modernisierungsperspektiven im Ausblick
Ein modernes, leistungsfähiges und digital souveränes Staatswesen steht vor einer Vielzahl zentraler Zukunftsaufgaben. Dazu zählen die Ausgestaltung des neuen Wehrdienstes, praxistaugliche und zukunftsfeste Sozialversicherungssysteme sowie ein deutlich verbesserter Austausch und eine klare Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Diese Themen berühren gleichermaßen Fragen der staatlichen Leistungsfähigkeit, der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Umsetzungskraft vor Ort.
Das Plenum am Nachmittag wirft einen Blick auf diese Zukunftsaufgaben und die Referentinnen und Referenten diskutieren, welche Anforderungen, Ressourcen und Kompetenzen Verwaltungen künftig benötigen, um Reformen wirksam umzusetzen. Dabei stehen die Bedeutung von Praxisnähe, Kundenorientierung und Umsetzbarkeit ebenso im Fokus wie die Frage, wie Reformideen vom politischen Beschluss in die konkrete Anwendung gelangen können.
Zum Ende zieht das Plenum ein Fazit des 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung, greift zentrale Erkenntnisse und Impulse auf und gibt einen Ausblick auf die politischen und administrativen Schwerpunkte des kommenden Jahres.
*angefragt









































































































































































































































































































































































































